
Velbert. Grünes Licht hatte der Rat der Stadt Velbert für den Aufbau eines modernen Nahwärmenetzes im Neubaugebiet Fellershof in Langenberg gegeben. Für die Stadtwerke Velbert ist der Weg frei für ein Projekt, das einen Beitrag zur Energiewende und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen in Velbert leisten soll.
Ziel sei eine klimafreundliche, zukunftssichere und zuverlässige Wärmeversorgung für die
dort entstehenden Wohngebäude, wie die Stadtwerke Velbert erklären. Neben Strom, Trinkwasser und Glasfaseranschlüssen sollen die Gebäude im Neubaugebiet künftig auch über ein zentrales Nahwärmenetz mit Wärme versorgt werden: Dabei zirkuliert Warmwasser in einem rund 1,2 Kilometer langen, wärmegedämmten Netz
durch Rohrleitungen zu den einzelnen Häusern, wo es mittels Übergabestationen für
Heizung und bedarfsweise die Warmwasserbereitung genutzt wird. Die Wärmeerzeugung mit einer anfänglichen Leistung von rund 260 kW erfolgt über zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpen, die in mehreren Stufen den Bedarf abdecken.
Mit dem Einsatz grünstrombetriebener Wärmepumpen bieten die Stadtwerke eine nachhaltige, moderne und wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu vielen individuellen Einzellösungen fürs Heizen. „Klimaneutrale Wärme netzgebunden direkt in die Haushalte zu bringen ist eine zukunftsweisende Premiere in Velbert“, so Tobias Grau, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert. “Anders als klassische Fernwärme vereint sie Effizienz, Komfort und Nachhaltigkeit zu einem wertvollen Baustein der Wärmewende hier in Velbert.”
Das Angebot der Stadtwerke umfasst ein Rundum-Paket: Ein Baukostenzuschuss sowie die
üblichen Versorgungsentgelte decken die Installation der Wärmeversorgungstechnik,
laufende Instandhaltungs- und Wartungsleistungen sowie einen vollständigen technischen
Support ab.
Das Nahwärmenetz im Neubaugebiet Fellershof bietet zudem weitere Ausbaumöglichkeiten:
“Mittel- bis langfristig sehen wir sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvolles
Erweiterungspotenzial für das Wärmenetz beispielsweise in Richtung Bonsfelder Straße oder für umliegendes Gewerbe”, so Saša Vasković, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert. „Bei der Auslegung der Wärmepumpen sehen wir zumindest spätere
Erweiterungsmöglichkeiten mit vor”.
Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens ist die Bewilligung von Fördermitteln aus
dem Bundesprogramm für effiziente Wärmenetze, da diese zur Abbildung einer
wettbewerbsfähigen Kosten- und Wärmepreisstruktur erforderlich sind. Der Förderantrag ist
bereits gestellt worden. Die erste Wärme soll ab der Heizperiode 2027/2028 fließen.

