Hürtgenwald/Möhnesee. Zwei ausgedehnte Waldbrände beschäftigen derzeit die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen. Sowohl in Hürtgenwald als auch am Möhnesee im Sauerland brennt es.
Neben dem Brand in Hürtgenwald im Kreis Düren, zu dem auch lokale Einsatzkräfte aus dem Kreis Mettmann im Rahmen der Bezirksbereitschaft ausgerückt sind, brennt es auch am Möhnesee im Sauerland anhaltend. „Die gesamte Bereitschaft wird jetzt in den Kreis Düren verlegt um dann dort bei dem Waldbrand im Hürtgenwald eingesetzt werden zu können“, teilt der Kreisfeuerwehrverband Mettmann mit. Der Einsatz sei zunächst für 24 Stunden geplant. Bereits am frühen Morgen gegen 4:30 Uhr seien die Brandschützer alarmiert worden, fuhren zunächst zur Feuerwache in Ratingen und von dort zum Sammelpunkt an der Messe Düsseldorf. Gemeinsam ging es dann im Verband mit weiteren Brandschützern anderer Feuerwehren in den Kreis Düren.
Wie sehr Feuerwehrkräfte mit solch ausgedehnten Waldbränden zu kämpfen haben, zeigt der Waldbrand am Möhnesee im Sauerland. Über die Nacht waren laut Feuerwehren im Kreis Soest rund 100 Einsatzkräfte mehrerer Blaulichtorganisationen aktiv.
„Aufgrund der schwierigen Bedingungen, insbesondere der Topografie und der teilweise massiv geschädigten Bäume, war ein sicherer Einsatz der Einsatzkräfte im Brandgebiet nicht möglich“, hieß es am Freitagmorgen gegen 9:30 Uhr von offizieller Seite. Die Arbeiten der Einsatzkräfte aus Geseke sowie der beiden überörtlichen Löschzüge aus dem Kreis Unna sowie aus der Stadt Hamm haben sich in der Nacht darauf beschränkt, die Flanken zu sichern und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Gegen 6:30 Uhr am Morgen wurden die Kräfte durch Einsatzkräfte aus Möhnesee und Soest abgelöst.
Aktuell läuft die Brandbekämpfung im Wald wieder. „Mittels Handwerkzeugen und dem Einsatz von forstwirtschaftlichen Geräten wird der Waldboden teilweise umgegraben, um alle Glutnester ablöschen zu können“, so die Feuerwehr. Das Wetter erschwert die Arbeiten deutlich: Durch die vorhergesagten Temperaturen jenseits der 30 Grad sei der Einsatz „sehr kräftezehrend“. Auch die Topografie am Brandort sorgt für Herausforderungen.
„Das Ende des Einsatzes wird nicht vor Freitagmittag sein, kann sich aber auch noch darüber hinaus hinziehen“, so die Feuerwehren im Kreis Soest.


