Beim Schwimmen waren die Regenschauer ohnehin egal Foto: Oliver Kubanek
Beim Schwimmen waren die Regenschauer ohnehin egal Foto: Oliver Kubanek

Ratingen. Freibadwetter hatte es in Ratingen am Sonntag wahrlich nicht. Voller Menschen war das Angerbad trotzdem. Denn Triathlonevents kennen kein gutes oder schlechtes Wetter, sie finden einfach statt. Somit sorgte der 18. Stadtwerke Ratingen Triathlon zwar für nasse Kleidung und Haare, aber auch für viel Freude, Stolz und glückliche Gesichter.


„Um einen Klassiker zu bemühen: Triathlon ist eine Outdoor-Sportart“, kommentierte Organisationsleiter Georg Mantyk den Regen, der nahezu den kompletten Sonntag steter Begleiter der Wettkämpfe war. „Natürlich hat das die Freude der Athlet:innen und der Zuschauenden etwas getrübt, aber die Rückmeldungen waren dennoch positiv, und als Veranstalterteam sind wir zufrieden.“ Als Maßnahme gegen das Wasser von oben hatte das Organisationsteam eine Vielzahl an weiteren Zelten und Sonnenschirmen aufgestellt.

Die Reihenfolge der 19 Starts folgte dem altbekannten Muster: Eröffnung durch die Schüler:innen B und A (10-13 Jahre)– Abschluss durch die Volksdistanz-Staffeln und den Company Cup. Dazwischen sind Bambinis, Jung bis Alt, Neueinsteiger:innen, Hobbysportler:innen sowie erfahrene und ambitionierte Triathlonfreund:innen auf verschiedene Streckenlängen gegangen. Insgesamt waren 1800 Starter:innen gemeldet für den Stadtwerke Ratingen Triathlon – Rekord. Allen gemein war, dass sie am Ende im Ziel ihre Finisher-Medaille umgehängt bekommen haben und mit einem zufriedenen Gefühl in die neu gestartete Woche gehen konnten: egal ob sie 250 Meter oder 76,2 Kilometer hinter sich gebracht hatten.

„Triathlon ist nicht nur eine Outdoor-Sportart, es ist auch die Sportart, in der sich alle Teilnehmenden – ob Profi oder Anfänger – die Strecken und die Wechselzone sowie die spezielle Atmosphäre eines solchen Tages teilen“, verwies der Renndirektor auf eine zweite Triathlon-Weisheit. „Daher ist die Stimmung auch immer positiv und entspannt. Man freut sich über die eigenen Leistungen und Erfolge und tut dies ebenso für die Mitstreiter:innen.“

Triathlon-Legende Andreas Niedrig mit Sohn Lorenz am Start

Sportlich hervorgetan haben sich Michelle Alferink vom SuS Stadtlohn (3:14:36 Stunden) und Christopher Hohe vom Verein 2 (2:57:09 Stunden). Sie waren die schnellsten nach 1200 Metern Schwimmen, 60 Kilometern Radfahren und 15 Kilometern Laufen. Die Kurzdistanz (800 Meter – 40 Kilometer – zehn Kilometer) beendeten Emmy Preuß aus Mettmann in 2:20:10 Stunden und der Kölner Torsten Trems nach 2:03:56 Stunden als Erste.

Möglichst fix unterwegs wollten auch die Athlet:innen in den Ligastarts des nordrhein-westfälischen Triathlonverbandes (NRWTV) sein. Am besten gelang dies in der 2. Regionalliga der Männer dem Marathon Club Menden. Den Wettkampf in der Herren-Oberliga entschieden die Starter von Mach3 Köln II für sich, bei den Senior:innen hieß das Siegerteam: PSV Bonn Triathlon.
In der Oberliga war auch Andreas Niedrig aktiv. Der 59-Jährige frühere Spitzenathlet („Vom Junkie zum Ironman“) war zusammen mit Sohn Lorenz für die Tri-Geckos Dortmund angetreten- „Das war mein erster Ligastart überhaupt, ich bin kurzfristig für jemanden eingesprungen.“ In 1:01:33 Stunden war er Schnellster seiner Mannschaft über eine Sprintdistanz. „In Ratingen bin ich schon öfter gestartet, und ich kann den Event immer nur loben: topp organisiert, und auch bei solch schlechten Wetter wie heute, wird alles für die Sicherheit getan.“

Hervorgetan hat sich seit 2009 ebenfalls Rudolf Dirks. Der Wahl-Ratinger hat zum 18. Mal die Volksdistanz hinter sich gebracht. „Das ist einfach ein schönes und top organisiertes Rennen, so dass ich gerne dabei bin“, erklärte er im Ziel. „Zudem wohne ich unweit des Angerbads.“ In 2026 hatte er seine Teilnahme fast verpasst, meldet am Samstag vor dem Rennen aber nach. Vorsichtshalber meldete er gleich für 2027 mit. „Da habe ich nun gar den Frühbucherrabatt erhalten“, fügte er lächelnd hinzu.

Siegreich war zudem die Schneider Electric GmbH und durfte den Wanderpokal der Stadtwerke Ratingen behalten und wie im Vorjahr mit in die Geschäftsräume nehmen, nachdem drei Mitarbeiter:innen das Staffelrennen des Company Cups als schnellstes Trio beendet hatte.

Zum dritten Mal in Ratingen vertreten war das Charity-Projekt „Team Rynkeby“. Dieses europaweit aufgestellte Radsport Charity Projekt setzt sich für schwerkranke Kinder ein und war in Ratingen mit zwei Staffeln und Promotionaktionen auf Spendensuche.

Des Weiteren trug das Triathlon Team Düsseldorf seine Vereinsmeisterschaften im Rahmen des Stadtwerke Ratingen Triathlons aus. Aus der Nachbarstadt waren 45 Athlet:innen angereist, von denen zwei als Titelträger wieder heimfahren durften.

Die Anmeldung für die 19. Ausgabe am 12. September 2027 ist bereits geöffnet. Noch bis zum 14. September 2026, 23:59 Uhr können sich Interessierte zu einem vergünstigten Tarif anmelden, später gelten die Normaltarife.