Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Mettmann, Dr. Arne Köster, erklärt Landrätin Dr. Bettina Warnecke die richtigen Schritte bei einer Herzdruckmassage. Foto: Kreis Mettmann 2. Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Institutionen und Organisationen beim Tag der Wiederbelebung 2026 auf dem Jubiläumsplatz in Mettmann. Foto: Kreis Mettmann
Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Mettmann, Dr. Arne Köster, erklärt Landrätin Dr. Bettina Warnecke die richtigen Schritte bei einer Herzdruckmassage. Foto: Kreis Mettmann 2. Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Institutionen und Organisationen beim Tag der Wiederbelebung 2026 auf dem Jubiläumsplatz in Mettmann. Foto: Kreis Mettmann

Kreis Mettmann. Ein Mensch liegt auf dem Boden, er hat keinen Puls und atmet nicht mehr – dieses zum Glück nur gestellte Szenario haben die Besucherinnen und Besucher im Rahmen der Woche der Wiederbelebung am Mittwoch, 23. September, auf dem Jubiläumsplatz in Mettmann erlebt. An der Reanimationspuppe konnten die Besucherinnen und Besucher selbst ausprobieren, wie eine Herzdruckmassage funktioniert.


Von 8 bis 13 Uhr konnten Interessierte die wichtigsten Handgriffe kennenlernen und praktisch ausprobieren. Denn im Notfall zählt jede Minute: Bis der Rettungsdienst eintrifft, können Ersthelfende mit einfachen Maßnahmen entscheidend dazu beitragen, die Überlebenschancen eines Menschen zu verbessern. „In Deutschland erleiden jedes Jahr mehr als 120.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur etwa zehn Prozent von ihnen überleben“, erklärt Dr. Arne Köster, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Mettmann. „Eine sofort begonnene Herzdruckmassage kann die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich erhöhen. Trotzdem zögern viele Menschen aus Unsicherheit.“

Die wichtigsten Schritte lassen sich einfach zusammenfassen: Prüfen – Rufen – Drücken. Zunächst sollte geprüft werden, ob die betroffene Person reagiert und normal atmet. Ist dies nicht der Fall, muss sofort über die 112 der Notruf abgesetzt und mit der Herzdruckmassage begonnen werden. So können die entscheidenden Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt werden. Steht ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zur Verfügung, kann auch dieser eingesetzt werden. Das Gerät gibt während der Anwendung Sprachanweisungen und unterstützt Ersthelfende bei den notwendigen Schritten.

Landrätin Dr. Bettina Warnecke nutzte die Gelegenheit, ihre Kenntnisse zur Wiederbelebung aufzufrischen: „Viele Menschen haben Sorge, bei einer Wiederbelebung etwas falsch zu machen. Dabei ist das Wichtigste, überhaupt zu handeln. Mit einer Herzdruckmassage kann jeder einen entscheidenden Beitrag leisten, bis professionelle Hilfe eintrifft.“

Die Woche der Wiederbelebung findet vom 21. bis 27. September bundesweit statt. Die Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit soll zeigen: Im Notfall kann jeder helfen – der einzige Fehler ist, nichts zu tun.