
Wülfrath. Mit 700 BHS an einer Wäscheleine, mitten in der Stadt, hat eine Wuppertaler Brustkrebs-Selbsthilfegruppe im vergangenen Jahr viel Aufmerksamkeit gewonnen. In diesem Jahr ist Wülfrath an der Aktion beteiligt.
„BFF“ nennt sich die Gruppe, eine Abkürzung für „Breast Friends Forever“ – ein Wortspiel also. In ihr treffen sich Frauen, um sich auszutauschen, zu stützen und miteinander Spaß zu haben. Im vergangenen Jahr hatten die Frauen die Idee „aus ihrer Krebs-Bubble“ herauszutreten, wie Nia Pavlatou erzählt.
Was lag da näher, als im „Pinktober“ an die Öffentlichkeit zu gehen? Pinktober bezeichnet den Monat Oktober, in dem weltweit auf Brustkrebs aufmerksam gemacht wird. Der Begriff setzt sich aus „Pink“ als Farbe der Brustkrebsbewegung und „Oktober“ zusammen. Ihren Urspung nahm die Bewegung mit dem Symbol der rosa Schleifen in den 90er Jahren in den USA.
Die Frauen in Wuppertal kamen auf die Idee, BHs zu sammeln und öffentlich an einer Wäscheleine auszuhängen. Über die sozialen Medien verbreitete sich die Idee, BHs wurden aus Berlin und Hamburg, Hannover, Düsseldorf und vielen andern Ecken des Landes nach Wuppertal geschickt. In Wuppertal gab es zudem Sammelstellen für die Aktion.
In diesem Jahr steht eine solche Box auch im Wülfrather Rathaus. Wer mitmachen möchte, kann einfach einen BH dort einwerfen. Die Selbsthilfegruppe hatte Kontakt mit Wülfraths Gleichstellungsbeauftragter Franca Calvano aufgenommen, die die Idee gerne aufgriff.
150 BHs wurden im vergangenen Jahr sogar pink eingefärbt, bevor alle zusammen im Oktober auf dem Platz am Kolk in Laternenhöhe im Wind flatterten und Regen und Sturm trotzten.
In diesem Jahr soll die Wäscheleine der BHs vier Wochen im Oktober dort hängen. Die Selbsthilfegruppe will erreichen, dass Frauen die Möglichkeiten der Vorsorge wahrnehmen, gerade auch jüngere. Neben der Aufklärung geht es ihnen auch, Ängste zu nehmen und Spaß zu vermitteln.
Der soll auch bei einem Konzert am Samstag, 17. Oktober, im WüRG-Haus im Mittelpunkt stehen. Eigens dazu aus Berlin reist „Bibi Rockstar“ an, die ihre Musik selbst als „Alternative aus Berlin“ bezeichnet. Sie verbindet Rock- und Pop-Elemente mit deutschen Texten.
Und eine Wülfrather Gruppe tritt bei dem Konzert auf: „Damn Right“ bestehen aus Jörg Biesterfeld, Bernd Schug, Rüdiger Frint und Michael Schober. Das von der BFF-Selbsthilfegruppe präsentierte Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Und ganz nebenbei können Besucher und Besucherinnen mit Frauen der Gruppe sprechen und Info-Material mitnehmen.
Die BFF-Gruppe ist auch offen für Frauen aus Wülfrath und anderen Städten. Ansprechpartnerinnen sind Nia Pavlatou und Kerstin Schug, E-Mail bff-selbsthilfegruppe@web.de und shg-mammamia@gmx.de.

