Ein Flugzeug bei Sonnenuntergang. Foto: pixabay
Ein Flugzeug bei Sonnenuntergang. Foto: pixabay

Düsseldorf. In Düsseldorf, Ratingen, Essen, Kaarst, Meerbusch und weiteren betroffenen Kommunen und Stadtteilen sammeln Bürgerinitiativen Unterschriften gegen die geplanten Änderungen am Düsseldorfer Flughafen. Im Mittelpunkt stehen die Nachtruhe und ein gesundes Lebensumfeld für Familien.


„Allein beim BgF kommen derzeit täglich rund 100 Unterschriften und über unser Formular erstellte Einwendungsschreiben zusammen. Die Sammlungen der anderen Bürgerinitiativen sind dabei noch gar nicht mitgerechnet. Diese Resonanz zeigt, wie sehr die Flughafenpläne die Menschen bewegen. Ihre Sorgen um Nachtruhe, Luftqualität und Gesundheit müssen ernst genommen werden“, sagt Christoph Lange, Vorsitzender von Bürger gegen Fluglärm e. V. (BgF).

Der Flughafen beantragt, tagsüber in den zulässigen Zweibahnstunden bis zu 60 statt bisher 47 Starts und Landungen pro Stunde koordinieren zu können. Hinzu kommen eine flexiblere Nutzung beider Bahnen und acht zusätzliche Flugzeug-Abstellpositionen. Der Gesamtdeckel von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten bleibt bestehen.

Mit den beantragten Änderungen will der Flughafen Engpässe und Verspätungen reduzieren. Aus Sicht des BgF müssen die Folgen der zeitlichen Konzentration des Flugverkehrs für die Anwohner sorgfältig geprüft werden. Der Verein befürchtet, dass die höhere Verkehrsdichte die Einhaltung der Nachtruhe gefährdet. Neben dem Lärm müsse auch die Belastung durch ultrafeine Partikel, auch Ultrafeinstaub genannt, berücksichtigt werden.