Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Polizei/Symbolfoto
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Polizei

Velbert. Nach dem Messerangriff am Donnerstag, 8. Oktober, bei dem ein 61-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden ist, ermittelt eine Mordkommission wegen des Verdachts der versuchten Tötung. 


Am Donnerstagnachmittag kam es vor einer Apotheke an der Friedrichstraße zu der Tat. Ein 30-jähriger mit syrischer Staatsangehörigkeit soll demnach gegen 16 Uhr einen Dönerimbiss an der Friedrichstraße betreten, hinter die Verkaufstheke gegangen sein und sich dort ein Messer genommen haben, wie die Kreispolizeibehörde mitteilt.

Anschließend solle der 30-Jährige auf einen Kunden in dem Imbiss eingeschlagen, den Mann jedoch nicht verletzt haben. „Danach flüchtete der Tatverdächtige aus dem Imbiss und ging zu Fuß in Richtung eines Kaufhauses. Auf dem Weg dorthin soll er weitere Passanten bedroht haben. Als er auf Höhe des Kaufhauses ankam, soll er auf den 61-Jährigen eingestochen haben“, so die Kreispolizeibehörde Mettmann.

Mitarbeiter des Ordnungsdienstes verfolgten den Verdächtigen

Mitarbeiter der Apotheke handelten und versorgten den 61-Jährigen, der anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen wurde.

Mehrere Passanten riefen derweil die Polizei – darunter befanden sich zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadt Velbert. „Diese verfolgten den Angreifer mit ihrem Auto und konnten der Polizei so dessen genauen Standort mitteilen“, hieß es. Einsatzkräfte der Polizei stellten den Tatverdächtigen unter Vorhalt der Waffe und brachten ihn zu Boden sprechen. Der 30-Jährige habe sich dann widerstandslos festnehmen lassen. Das Tatmesser wurde sichergestellt.

„Nach ersten Ermittlungen kannten sich der Angreifer und das Opfer im Vorfeld nicht. Da sich der Verdacht ergab, dass der 30-Jährige möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen stand, wurde eine entsprechende Blutprobe zur weiteren Beweisführung bei ihm entnommen“, so die Polizei. Weiterhin unklar ist das Motiv des Mannes. Hierzu ermittelt die Polizei. Die Behörde teilt zu dem mit, dass es bislang keine konkreten Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund gebe.

Der Tatverdächtige soll am heutigen Freitag, 9. Oktober, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wuppertal einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine beim Polizeipräsidium Düsseldorf eingerichtete Mordkommission ermittelt wegen des dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdeliktes gegen den 30-Jährigen. Der Mann sei bislang kriminalpolizeilich nicht in Erscheinung getreten.

Gute Nachrichten hat die Polizei aus dem Krankenhaus: Demnach befindet sich der 61-jährige Velberter mittlerweile außer Lebensgefahr. Er wurde noch am Donnerstag notoperiert.

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