
Kreis Mettmann. Vier Ursachen dominieren die Sterbefälle in den Städten im Kreis Mettmann. Knapp über ein Viertel der Menschen ist im vergangenen Jahr an einer Erkrankung des Kreislaufsystems verstorben.
Die Landesstatistiker von IT NRW haben die häufigsten Todesursache für die Kommunen in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Als Grundlage dienen von den Gesundheitsämtern übermittelte Todesbescheinigungen.
Im Jahr 2025 starben insgesamt 218.721 Menschen, die meisten davon aufgrund von Krankheiten des Kreislaufsystems (rund 29 Prozent). In dieser Krankheitsgruppe wiederum entfielen 21 Prozent der Sterbefälle auf eine chronisch ischämische Herzkrankheit gefolgt von Herzinsuffizienz mit zwölf Prozent. Ein akuter Myokardinfarkt war bei neun der Todesfälle aufgrund von Kreislauferkrankungen die Todesursache. Sieben Prozent der Menschen verstarb durch Vorhofflimmern und Vorhofflattern.
Bösartige Krebserkrankungen und Krankheiten des Atmungssystems waren die zweit- und dritthäufigste Todesursache in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von psychischen Störungen und Verhaltensstörungen. Bei letzteren liegt die Demenz als Todesursache ganz vor – rund 85 Prozent der Menschen aus dieser Gruppe verstarben aufgrund von dementiellen Erkrankungen. Alkohol spielte bei sieben Prozent der Todesfälle eine Rolle.
Bei den Krebsarten ist es der Befall von Bronchien oder Lunge, der besonders viele Todesfälle verursacht (23 Prozent). Dann folgen – mit deutlichem Abstand – Brustkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs mit jeweils acht Prozent. Todesfälle durch Atemerkrankungen kommen besonders häufig durch die chronisch obstruktive Lungenerkrankung zustande – fast die Hälfte der Verstorbenen dieser Kategorie erlag einer COPD. Lungenentzündungen waren in 24 Prozent der Fälle ursächlich. Und auch die Grippe gilt mit sieben Prozent als eine der häufigsten Todesursachen im vergangenen Jahr in NRW.
Die Landesstatistik spiegelt sich dabei auch in den Städten im Kreis Mettmann wider. Insgesamt wurden laut Datensatz von IT NRW 6.414 Todesfälle erfasst, davon 3.098 Männer und 3.316 Frauen. Auch auf kommunaler Ebene sind es die Krankheiten des Kreislaufsystems, die an ersten Stelle bei den häufigsten Todesursachen stehen: rund 26 Prozent oder in absoluten Zahlen 1.704 Verstorbene. Auch im Kreisgebiet folgen dann die „Bösartige Neubildungen“, die für 1.509 Todesfälle sorgten (rund 23 Prozent). An dritter Stelle der häufigsten Todesursachen im Kreis Mettmann stehen Krankheiten des Atmungssystems, die allerdings fast gleichauf sind mit Todesfälle aufgrund von psychischen Störungen und Verhaltensstörungen: Die Fallhäufigkeit liegt hier bei 570 beziehungsweise 560.

