Auf dem Heiligenhauser Frühlingsfest wird auch die Kreispolizeibehörde Mettmann mit einem Info-Stand vertreten sein. Foto: Polizei
Auf dem Heiligenhauser Frühlingsfest wird auch die Kreispolizeibehörde Mettmann mit einem Info-Stand vertreten sein. Foto: Polizei

Heiligenhaus. Die Kreispolizeibehörde ist mit einem Infostand zu Gast auf dem Heiligenhauser Frühlingsfest am Sonntag, 7. Mai. Gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht will die Behörde von 12 bis 15 Uhr über „Sicherheit rund ums Pedelec“ aufklären.

Heiner Mies, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Mettmann, hatte bereits im März dieses Jahres einen Präventionstag ausgerufen: „Pedelec-Unfälle sind derzeit unser Sorgenkind Nummer eins – hier haben wir auch eine deutliche Zunahme der Verletzten zu beklagen“, resümierte er im Hinblick auf die Verkehrsunfallstatistik für 2022. Im Kreis Mettmann gab es demnach 552 Verunglückte mit Fahrrädern und Pedelecs; ein Anstieg um rund 28 Prozent.

Das Frühlingsfest möchten die Expertinnen und Experten von Polizei und Kreisverkehrswacht nutzen, um gezielt mit Pedelec-Fahrenden ins Gespräch kommen. Geboten wird dann ein kostenloser Verkehrssicherheitscheck der mitgeführten Räder. Auf einem Übungsparcours sowie in einem Simulator können Interessierte ihre eigenen Fähigkeiten testen. „Immer mehr Menschen, gerade aus der Generation 65-plus, sind mit einem Pedelec unterwegs – oftmals haben sie aber kein Gefühl für das Handling ihrer Räder. Die Körperkraft und die Sinneswahrnehmungen nehmen schon ab dem mittleren Alter nach und lassen sich nur bedingt durch Erfahrungen ausgleichen. Die Pedelecs sind schnell, schwer und haben starke Bremsen – das sind viele Menschen nicht gewöhnt, und daher kommt es zu Unfällen. Das wollen wir verhindern“, erläutert Polizeihauptkommissar Jens Jaraczewski-Kuhlen die angebotenen Aktionen.

Die Diplom-Sportlehrerin Claudia Bader vom behördlichen Gesundheitsmanagement der Kreispolizeibehörde Mettmann informiert zudem rund um das Thema „Gesundheit“. So bietet sie speziell für die Fahrradfahrenden eine Bewegungsberatung an und gibt hilfreiche Tipps zur richtigen Körperhaltung und Sitzposition auf dem Rad. Ferner wird die Polizei eine Virtual-Reality-Brille mit im Gepäck haben, um die Gefahren durch den „toten Winkel“ zu visualisieren

Polizeihauptkommissarin Saskia Pletsch freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher: „Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion zahlreiche Menschen zu sensibilisieren, egal ob sie ihr Pedelec täglich oder auch nur zum Freizeitvergnügen nutzen. Hinsichtlich des angrenzenden und stark frequentierten Panorama-Radweges möchten wir natürlich auch für eine gegenseitige Rücksichtnahme werben. Ein fairer Umgang miteinander reduziert -nicht nur hier- das Unfallrisiko für alle Beteiligten.“