Das Logo der Grünen auf einer Jacke. Foto: Volkmann/symbolbild
Das Logo der Grünen auf einer Jacke. Foto: Volkmann/symbolbild

Erkrath. Ein Anwohner der Gerhart- Hauptmann-Straße hatte einen Bürgerantrag gestellt: Tempo 30 auf dieser Straße. Der Weg zum Kindergarten und zur Grundschule führt über diese Straße, Schülerinnen und Schüler müssen sie täglich morgens und mittags queren, um mit den Bussen zu den weiterführenden Schulen zu kommen, ältere Menschen stehen häufig lange da, ehe sie sich über die Straße trauen.


„Denn viele der Autos fahren 50 km/h und schneller. Ein Ehepaar war von Haus zu Haus gegangen und hatte Unterschriften für Tempo 30 gesammelt und dabei viele positive Reaktionen erlebt“, so die Erkrather Grünen. Letztlich kamen über 180 Unterschriften zusammen – rund 25 Prozent aller Anwohner.

Im Mobilitätsausschuss fanden die Bürger Gehör. Selbst zwei Mitglieder der CDU ent-hielten sich immerhin der Stimme, so dass eine Mehrheit von 10:5 für ein streckenbezogenes Tempo 30 zustande kam. Um die Entscheidung rechtssicher zu machen, wurde diese Variante gewählt. Leider währte die Freude über diesen Beschluss nicht lange. Der Bürgermeister hatte Einspruch eingelegt. Damit musste im Rat erneut abgestimmt werden. Beinahe 40 Bürgerinnen und Bürger aus der Straße kamen in die Ratssitzung, um ihr Anliegen dort deutlich zu machen.

„Wem tut das weh, wenn hier Tempo 30 eingeführt wird?“ – so ein Anwohner. Grüne, BMU und SPD sprachen sich in ihren Voten klar für Tempo 30 aus. Peter Knitsch von den Grünen benannte noch einmal die Chancen, mit Tempo 30 mehr Sicherheit und Lebensqualität besonders für Fußgänger, vor allem Kinder und ältere Menschen, zu schaffen. „An Tempo 50 in Wohnstraßen festzuhalten, ist hinterwäldlerisch, da sind anderen Kommunen und Bürgermeister längst weiter.“ Und die BMU benannte die wenigen Sekunden, die Autofahrende sparen, wenn sie 50 statt 30 Stundenkilometer fahren.

Die anwesenden Anwohner hatten gehofft, wie im Mobilitätsausschuss Gehör zu finden, setzten auf Ratsmitglieder, die Beschlüsse zum Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger treffen.