Das Rauschtrinken bleibt bei Schüler ein Problem, so die DAK, die über das Komasaufen aufklärt. Foto: pixabay
Das Rauschtrinken bleibt bei Schüler ein Problem, so die DAK, die über das Komasaufen aufklärt. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Im Kreis Mettmann gibt es zwar weniger Komasäufer, dennoch besteht Anlass zur Sorge. Die DAK setzt zur Aufklärung über das sogenannte Komasaufen auf eine Kampagne.


Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist im Kreis Mettmann gesunken. Darauf weist die Krankenkasse DAK-Gesundheit hin. Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2019 106 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach den offiziellen Zahlen des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2018 um 8,6 Prozent. In NRW waren insgesamt 5,8 Prozent weniger Betroffene zu verzeichnen.

Dennoch bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehöre zum Feiern und Spaßhaben dazu“, sagt Christian Lipinski von der DAK-Gesundheit in Düsseldorf. „Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene. Deshalb ist das Komasaufen bei Jugendlichen eine gefährliche Tatsache. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden.“

Weiterhin Anlass zur Sorge gibt Experten der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der zehn- bis 15-Jährigen mussten in der Region 17 Kinder in einer Klinik behandelt werden, so die DAK. Das waren zwei mehr als im Jahr zuvor.

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch in diesem Jahr die erfolgreiche Kampagne „Bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ im Kreis Mettmann fort. Zum zwölften Mal werden beim bundesweiten Wettbewerb Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Informationen über die Aktion gibt es im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.