Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann. Foto: Arbeitsagentur
Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann. Foto: Arbeitsagentur

Mettmann. Die Agentur für Arbeit hat ihre Arbeitsmarktstatistik für März 2022 veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Arbeitslosen fast auf ein Niveau von vor der Corona-Pandemie gesunken. 

„Die Zahl der Arbeitsplätze im Kreis Mettmann hat einen neuen Höchststand erreicht“, freut sich Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann. Die gerade erschienenen Beschäftigtenzahlen für Ende September 2021 zeigten einen Anstieg auf knapp 198.000. Im März zeige sich zudem eine kräftige Frühjahresbelebung auf dem Arbeitsmarkt.

„Die Arbeitslosigkeit sinkt deutlich und liegt nur noch etwas höher als vor Beginn der Corona-Pandemie“, resümiert Tymister. Aber: Die weiteren Entwicklungen seien noch nicht absehbar.

„Die Folgen der Pandemie werden inzwischen durch die Auswirkungen des russischen Kriegs gegen die Ukraine überlagert“, erklärt der Agenturchef. „Bestehende und erwartete Engpässe bei Material, Rohstoffen und der Energieversorgung führen bereits dazu, dass sich Unternehmen mit der Einstellung von Personal zurückhalten. Die Zahl der gemeldeten Stellen ist niedriger als durchschnittlich im März der vergangenen Jahre. Weiter gesucht werden vor allem Fachkräfte.“

Eine abgeschlossene Berufsausbildung sei der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, rät Tymister. „Denn während Fachkräfte nur vergleichsweise kurz arbeitslos sind, wird es für Menschen ohne Berufsabschluss immer schwieriger, eine Stelle zu finden. Das Thema Qualifizierung steht daher laufend im Zentrum unserer Beratungen für Arbeitssuchende, Beschäftigte und Arbeitgeber. Sowohl für die Unternehmen als auch für die Beschäftigten ist die berufliche Weiterbildung der Schlüssel zur Zukunft“.

Die gerade erschienenen Beschäftigtenzahlen für Ende September 2021 zeigen einen
Anstieg der Beschäftigung auf einen neuen Höchstwert. Im Kreis Mettmann waren zu
diesem Zeitpunkt 197.936 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 2.758 Beschäftigte oder 1,4 Prozent mehr als im Juni 2021 und 2.297 oder 1,2 Prozent
mehr als im September 2020.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Mettmann im März gesunken. Insgesamt sind
15.837 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 468 Personen oder 2,9 Prozent
weniger als im Februar und 2.604 Personen bzw. 14,1 Prozent weniger als vor einem
Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt von 6,2 Prozent im Februar auf aktuell 6,1 Prozent,
vor einem Jahr lag sie bei 7,1 Prozent. Im März 2020 vor Beginn der Corona-Pandemie waren 15.204 Menschen arbeitslos, das waren 633 weniger als aktuell. Während der Finanzkrise im März 2009 waren 18.659 Personen arbeitslos, 2.822 weniger als jetzt.

Stellenangebote im Kreis Mettmann

Die Arbeitgeber im Kreis Mettmann haben laut Arbeitsagentur in diesem Monat 785 Stellen gemeldet, das waren 42 weniger als im Februar und acht weniger als vor einem Jahr. Im
Bestand befanden sich insgesamt 3.120 offene Stellen im Kreis Mettmann, 91 mehr als im Februar und 245 mehr als vor einem Jahr. Bei bei acht von zehn gemeldeten Stellen suchten die Unternehmen eine Fachkraft.

Inzwischen hat die Agentur für Arbeit auch Beratungsangebote für geflüchtete Menschen aus der Ukraine geschaffen. Sie sie stehe vor allem humanitäre Unterstützung, also Schutz und Sicherheit in der Regel im Vordergrund. Für alle, die sich dennoch bereits über den
Arbeitsmarkt in Deutschland informieren, stellt die Arbeitsagentur Informationen bereit, unter anderem über eine eine zentrale Hotline in den Sprachen Ukrainisch und Russisch – zudem können Beratungen durch Telefondolmetscher begleitet werden. Weitere Infos unter: www.arbeitsagentur.de.