Simon Taps, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mettmann, Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Michael Fischbach, Obermeister der Tischler-Innung Kreis Mettmann, und Udo Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse HRV. Foto: Sparkasse HRV
Simon Taps, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mettmann, Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Michael Fischbach, Obermeister der Tischler-Innung Kreis Mettmann, und Udo Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse HRV. Foto: Sparkasse HRV

Kreis Mettmann. Wer Ende Juni die Hildener Hauptfiliale der Sparkasse HRV besucht hat, wird es sicher bemerkt haben: Dort standen etliche Schränke, Tische und Vitrinen, die es sonst nicht zu sehen gibt.


Bei den Möbelstücken handelte es sich um die Gesellenstücke des Abschlussjahrgangs 2026 der Tischlerinnen und Tischlern im Kreis Mettmann. Dass diese Stücke in der Sparkasse ausgestellt waren, hatte einen Grund: Dort fand in der vergangenen Woche die Lossprechung der Tischlergesellinnen und -gesellen des Kreises Mettmann statt.

Zuvor waren alle Gesellenstücke für rund zwei Wochen zu sehen – sowohl für die allgemeine Öffentlichkeit als auch für Spezialisten: So fanden in der Sparkasse auch die Fachgespräche statt, bei denen jedes einzelne Stück durch Fachprüfer beurteilt wurde. Udo Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, freut sich, dass die Sparkasse HRV zum zweiten Mal in Folge den Rahmen für die Lossprechungsfeier stellte.

96 Stunden haben die angehende Tischlerinnen und Tischler Zeit, um ihr Gesellenstück zu fertigen. Die Planungen beginnen allerdings erheblich früher, etwa ein dreiviertel Jahr vor der Prüfung. Nach der Zulassung des geplanten Entwurfs geht es dann an die technische Zeichnung, die später verbindlich für den Bau ist.

150 Menschen feiern gemeinsam

Gut 150 Personen füllten zur Lossprechung die Kundenhalle der Sparkasse. Neben den frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen waren auch deren Familien, Partner und Freunde, Ausbilder und Lehrer, aber auch einige Personen des öffentlichen beziehungsweise politischen Lebens anwesend.

Als Festredner war der Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes NRW, Karl-Josef Laumann, nach Hilden gekommen. In seinem Redebeitrag würdigte er die Leistungen der jungen Handwerkerinnen und Handwerker und betonte die große Bedeutung des Handwerks, für das er auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz eine gute Zukunft sieht.

Besonders stolz auf die Leistungen des Tischlernachwuchses zeigte sich auch der Innungs-Obermeister Michael Fischbach. Er lobte die 35 jungen Tischlerinnen und Tischler als einen starken Jahrgang. Es sei schon länger nicht mehr vorgekommen, dass ein kompletter Jahrgang besteht und niemand in die Nachprüfung muss.

Als Jahrgangsbester wurde Valentin Zöller ausgezeichnet. Der junge Wuppertaler, der seine Ausbildung in einem Heiligenhauser Betrieb absolvierte, meisterte die theoretische und die praktische Prüfung mit 96 beziehungsweise 97 von 100 möglichen Punkten. Darüber hinaus wurde er auch als Bester im Wettbewerb „Die gute Form“ gewürdigt – hier geht es um das Design der Gesellenstücke. Valentin Zöller überzeugte dabei durch Optik und Nachhaltigkeit: Er verzichtete beim Bau seines Regals komplett auf Metall.