Gespannt lauschten die Gäste den Ausführungen des Ethikexperten. Foto: Caritas
Gespannt lauschten die Gäste den Ausführungen des Ethikexperten. Foto: Caritas

Mettmann. Am Dienstag, 25. Februar, hatte die Caritas in die Stadtbibliothek Mettmann eingeladen. Dort fand ein Vortrag mit dem Experten für Ethik, Philosophie, Theologie und Psychologie, Professor Alexander Lohner, statt  der auf Einladung der Kampagne „Vielfalt. Viel wert“ und der Aktion Neue Nachbarn über Realität und Anspruch der Menschenrechte sprach.


Der Vortrag Lohners, der diesen Abend als Referent des Entwicklungshilfswerks Misereor gestaltete, führte von den frühen Philosophen der Antike über Kant bis in die heutige Zeit. Er verdeutlichte, dass sowohl die „klassischen“ als auch die stets erweiterten Menschenrechte oftmals nur „auf dem Papier“ Berücksichtigung finden.

Frauen- und Kinderrechte, das Recht auf Gesundheit und Bildung, Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten, Schutz vor Abschiebung und Verfolgung, das Recht auf Asyl – vieles davon steht in der aktuellen politischen Situation in Deutschland und der Welt auf der Kippe oder wird nicht umgesetzt.

Neben Unrechtsregimen machte Lohner vor allem den Kapitalismus dafür verantwortlich, dass in ärmeren Ländern etwa Zugang zu Bildung oder Trinkwasser nicht umgesetzt werden. Dabei, so Lohner, gelten die verbrieften Menschenrechte für alle Menschen gleichermaßen.

In der sich anschließenden Diskussion mit dem Publikum äußerte Lohner große Sorge, wie sich die Situation unter der neuen Bundesregierung entwickelt oder was nach der Bundestagswahl 2029 passiert.