Ein Fußballspieler auf einem Sportplatz. Foto: pixabay
Ein Fußballspieler auf einem Sportplatz. Foto: pixabay

Essen. Am Sonntagnachmittag, 12. Mai, ist es am Rande eines Kreisligaspiels an der Bäuminghausstraße in Altenessen zu einer Massenschlägerei mit etwa 60 Beteiligten gekommen. Dabei sollen Messer eingesetzt worden und Schüsse gefallen sein. Inzwischen haben Einsatzkräfte eine Wohnung durchsucht.

Am Nachmittag gegen kurz vor 16 Uhr rückten Einsatzkräfte der Polizei naxch Altenessen aus, weil zahlreiche Notrufe eingegangen waren. Die Anrufer meldeten eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen etwa 60 Beteiligten am Rande eines Kreisligaspiels, wobei auch Messer eingesetzt worden sein sollen. Einige Zeugen gaben an, Schussgeräusche gehört zu haben.

Auf dem Sportplatz an der Bäuminghausstraße herrschte Chaos. Etwa 150 bis 200 Personen befanden sich laut Polizei vor Ort, darunter mutmaßlich auch Beteiligte der Schlägerei. „Eine weitere Gruppe von Beteiligten war bereits zuvor vom Einsatzort geflüchtet“, teilte die Behörde mit. Einsatzkräfte einer Polizeihundertschaft dokumentierten am Abend die Personalien von über 100 Personen. „Außerdem fanden die Beamten eine Patronenhülse auf und stellten diese sicher“, hieß es. Bei der Streitigkeit wurde zwei Menschen verletzt.

Spezialermittler aktiv: Hinweise auf Clan-Bezug

Weil sich Hinweise auf Bezüge in das Clanmilieu ergaben, sind Ermittler des Kommissariats zur Bekämpfung der Clankriminalität aktiv geworden. Polizeibeamte haben noch im Laufe der Nacht mehrere Zeugen vernommen und Videos ausgewertet. „Hierbei erhärtete sich der Verdacht gegen zwei Essener, die Schüsse auf dem Sportplatz abgegeben haben sollen“, so die Essener Polizei. Die zuständige Staatsanwaltschaft beantragte Durchsuchungsbeschlüsse, die ein Richter des Amtsgerichts Essen letztlich erließ.

„Noch in der Nacht wurden die Beschlüsse in zwei Wohnungen in Essen-Karnap durch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos umgesetzt“, teilt die Behörde mit. Es seien zwei Personen vorläufig festgenommen worden.

Die Ermittlungen laufen indes weiter. Die Kriminalpolizei sucht nach Zeugen und Videos der Auseinandersetzung. Hinweise mögen per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0201 829-0 mitgeteilt werden. Videos können der Polizei zudem direkt über das Internet zur Verfügung gestellt werden – auch anonym: nrw.hinweisportal.de.