Essen. Für das Passionskonzert Anfang 2026 nimmt der Essener Projektchor noch Sängerinnen und Sänger auf.
Zu Beginn des elften Jahrs seines Bestehens taucht der Essener Projektchor tief in die Romantik ein: Das Passionskonzert, traditionell das erste Jahresprojekt des Essener Projektchors, präsentiert Johannes Brahms mit den drei Motetten op. 110 sowie Josef Gabriel Rheinberger mit dem Passionsgesang op. 46 und seinem Stabat Mater op. 138.
Brahms‘ drei Motetten „Ich aber bin elend“, „Ach, arme Welt, du trügerisch‘ gut“ und „Wenn wir in höchsten Nöten sein“ von 1889 stellen ein Spätwerk des großen Romantikers dar. Obwohl von meditativer Ausdruckskraft erfüllt, gehören diese Motetten zu Brahms‘ eher selten gespielten und gesungenen Werken. Auch die beiden Choralwerke von Rheinberger (1939–1901), ein zu Lebzeiten erfolgreicher Komponist, der aber Anfang des 20. Jahrhunderts fast in Vergessenheit geriet, sind nicht häufig zu hören. Der „Passionsgesang“ vertont das Leiden Christi fast kammermusikalisch. Das „Stabat Mater“ setzt das mittelalterliche Mariengedicht in eine spätromantische Klangwelt. Aus allen Werken dieses Konzerts spricht innig der kontemplative Geist der Passionszeit.
Der Essener Projektchor nimmt weitere, stimmsichere Sängerinnen und Sänger mit Notenkenntnissen auf. Gern gesehen sind Männerstimmen und hohe Sopranstimmen. Als kurzes Projekt eignet sich das Passionskonzert laut Verein gut zum Kennenlernen: Die Proben beginnen am 14. Januar und finden mittwochs abends in der Reformationskirche in Rüttenscheid, Julienstraße 39, statt, die Aufführungen sind am Sonntag, 29. März in Velbert und am Karfreitag, 3. April in Essen. Die Teilnahme am ersten Projekt ist kostenlos.
Informationen gibt es auch unter www.projektchor.org. Als Ansprechpartner stehen die Vorsitzende Angelika Spörkel (Tel. 02051/8089320) und der künstlerische Leiter Björn Christoff Spörkel (Tel. 0201/7267352) zur Verfügung. Per E-Mail ist der Projektchor unter info@projektchor.org erreichbar.


