Ratingen. Was können wir in Ratingen tun, damit Menschen nicht einsam sind oder werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte, Vereine und Initiativen bei einer Veranstaltung zum Thema Einsamkeit im Februar dieses Jahres.
Dabei wurden vielfältige Ideen, Anregungen und Projektansätze gesammelt, um Begegnung, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung zu stärken. Die Dokumentation der Veranstaltung kann Interessierten ab sofort digital zugeschickt werden. Aus den Gesprächen sind aber auch bereits erste konkrete Vorhaben entstanden, die nun weiterentwickelt werden. Für viele dieser Projekte werden engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter gesucht.
So plant das Amt für Soziales, Wohnen und Integration moderierte Begegnungstreffen sowie einen Pop-up-Informationsstand an verschiedenen öffentlichen Orten, beispielsweise auf Feierabend- oder Wochenmärkten sowie an Einkaufszentren in den Stadtteilen. Ziel ist es, vor allem ältere Menschen persönlich und niedrigschwellig über bestehende Angebote zu informieren und ihnen Orientierung im vielfältigen Unterstützungsangebot in Ratingen zu geben. Ein erstes Planungstreffen für Menschen, die hier ehrenamtlich mitmachen möchten, findet am Mittwoch, 8.Juli um 17 Uhr im Seniorentreff Ost, Carl-Zöllig-Straße 55, statt. Anmeldung gern bei der städtischen Seniorenkoordinatorin Astrid Kapels, E-Mail astrid.kapels@ratingen.de. Sie ist auch ganz allgemein Ansprechpartnerin für Menschen, die sich bei diesem Thema einbringen wollen.
Unter dem Motto „Das Internet als Schatztruhe“ bieten die Digitalpaten im Kreis Mettmann Schulungsangebote für Menschen mit geringen oder fehlenden Internetkenntnissen an. Ehrenamtliche werden gesucht, um Teilnehmende beim Einstieg in die digitale Welt zu begleiten. In kleinen und verständlichen Schritten werden Kenntnisse zur sicheren Nutzung des Internets vermittelt sowie digitale Möglichkeiten für Alltag, Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe aufgezeigt. Das Projekt soll dazu beitragen, Isolation zu verringern und neue Zugänge zu sozialen Kontakten zu schaffen. Außerdem wird gezeigt, wie digitale Anwendungen Zeit und Geld sparen können. Interessenten können sichi bei Erwin Knebel melden, E-Mail info@digitalpaten.nrw.
Das Forum Lotsenpunkt lädt für den 13.September um 14.30 Uhr zu einem Generationen-Speed-Dating. Ziel des Formats ist es, Senioren und Seniorinnen mit Familien miteinander ins Gespräch zu bringen und neue langfristige Kontakte entstehen zu lassen. Für diese Veranstaltung werden noch Unterstützende gesucht, die sich ehrenamtlich einbringen. Ansprechperson ist Katharina Müller: katharina.mueller@skf-ratingen.de.
Auch für Alleinerziehende und Menschen mit besonderen Lebenssituationen werden Angebote ausgebaut. Das evangelische Familienbildungswerk bietet eine moderierte Austauschgruppe für Alleinerziehende an, die dank einer Förderung durch die Stadt Ratingen kostenfrei angeboten werden kann. Neue Teilnehmende sind willkommen. Zudem trifft sich dort monatlich eine Gruppe von Menschen mit Parkinson-Erkrankung. Für die Unterstützung und Gestaltung gemeinsamer Aktivitäten werden weitere Ehrenamtliche gesucht. Auch neue Teilnehmende können sich der Gruppe anschließen. Interessierte melden sich per E-Mail an zenker@ev-familienbildung.de oder Telefon 02102 1094-14.
In Tiefenbroich richtet der dortige Bürgerverein einen WhatsApp-Informationskanal ein, der über Angebote, Veranstaltungen und Unterstützungsangebote im Stadtteil informieren soll. Für die Verbreitung und Öffentlichkeitsarbeit werden ebenfalls Unterstützende gesucht. Bürgerverein Ratingen Tiefenbroich: buergervereintiefenbroich@gmail.com.
Der Jugendrat der Stadt Ratingen wird das Thema Einsamkeit künftig regelmäßig in seine Beratungen einbeziehen und prüfen, welche weiteren Projekte umgesetzt werden können. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv einzubringen. info@jugendrat-ratingen.de.
Weitere Projekte befinden sich in Vorbereitung. So schreitet die Umsetzung sogenannter „Plauderbänke“ voran, die der Seniorenrat angeregt hat. An verschiedenen Standorten im Stadtgebiet sollen Bänke mit einer entsprechenden Kennzeichnung versehen werden, um spontane Gespräche und Begegnungen im Alltag anzuregen.
Eine positive Entwicklung ist eine externe Förderzusage an die Diakonie RWL für ein Modellprojekt „Begegnungslotsen“. Dabei handelt es sich um einen Freiwilligendienst für Menschen über 60 Jahre, der an zwei Standorten in Ratingen eingerichtet werden soll. Die Diakonie RWL ist auf dem Seniorentag am 28.Juni von 11 bis 16 Uhr in der Stadthalle Ratingen vertreten, um dieses Projekt an einem Informationsstand vorzustellen.
Für pflegende Angehörige sowie Menschen, die sich für das Thema Demenz interessieren, organisiert das Demenznetzwerk Ratingen regelmäßig Informations- und Beratungsangebote. Die jeweils aktuellen Termine finden sich auf der städtischen Homepage www.ratingen.de (Stichwort „Demenz“ in das Suchfeld auf der Startseite eingeben).
Das Forum Lotsenpunkt hat einen Termin angesetzt, um mit denjenigen weiter zu planen, die gerne ein neues Projekt umsetzen wollen: Mittwoch, 15.Juli, 18.30 Uhr an der Düsseldorfer Straße. Interessierte können sich bei Katharina Müller melden: katharina.mueller@skf-ratingen.de.


