Ratingen. Die Grünen-Fraktion setzt sich für eine innovative Lösung zur Alttextilentsorgung ein: Altkleider sollen künftig direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern abgeholt werden. Über den Antrag wird am 5. Februar in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz, Klimafolgenanpassung und Mobilität abgestimmt.
Mit Inkrafttreten des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes am 1. Januar 2025 wurden die Kommunen verpflichtet, die gesonderte Sammlung von Alttextilien zu gewährleisten. Neben den bestehenden Containern karitativer Verbände muss die Stadt eigene Sammelbehälter bereitstellen. Allerdings ist die Bilanz der bisherigen Sammlung unzureichend: Viele Bürgerinnen und Bürger sind sich nicht bewusst, dass nur tragbare und wiederverwendbare Textilien in den Containern entsorgt werden sollten. Hierdurch kommt es häufig zu einer erheblichen Verschmutzung und einer Minderung der Sammelqualität.
„Ein Holsystem macht die Alttextilsammlung für alle Bürgerinnen und Bürger wesentlich unkomplizierter. Wir möchten, dass die Menschen ganz einfach und bequem nachhaltig handeln können“, erläutert die grüne Fraktionsvorsitzende Ute Meier den Vorschlag.
Ähnlich wie beim Sperrmüll: Abholung bei Bedarf
Die Grünen haben für ihren Vorschlag ein Beispiel im Blick: Die Stadt Oberhausen hat bereits erfolgreich ein Holsystem eingeführt. Bürgerinnen und Bürger können dort online oder telefonisch einen Abholtermin innerhalb der nächsten zehn Tage vereinbaren. Die Textilien werden dann bequem von der Haustür abgeholt, was den Weg zu den Altkleidercontainern überflüssig macht.
Edeltraud Bell, Ratsfrau und umweltpolitische Sprecherin der Grünen, sieht in dieser Neuerung nur Vorteile: „Durch dieses bürgerfreundliche System wird die Recyclingquote verbessert und die Zahl der notwendigen Altkleidercontainer mit Sicherheit reduziert – das ist in unser aller Interesse.“


