
Ratingen. Ob lockerer Sattel, ein platter Reifen oder eine abgesprungene Fahrradkette: Für kleinere Reparaturen am Rad stehen seit 2023 auf Initiative des Jugendrates im Ratinger Stadtgebiet elf Service-Stationen zur freien Nutzung zur Verfügung.
Die Stationen sind in den vergangenen beiden Jahren an nahezu allen Standorten durch Vandalismus stark beschädigt oder gar zerstört worden. Nun hatbdie Stadt Ratingen eine gute Nachricht zum Ende des Jahres: Alle Reparatursäulen sind jetzt wieder voll funktionstüchtig.
Die notwendigen Reparaturen an den Stationen hatte zunächst die Radstation in Ratingen-Ost, betrieben durch die SkF Arbeit und Integration Ratingen gGmbH, übernommen. Doch aufgrund der teils erheblichen Schäden sowie der zahlreichen weiteren Aufgaben der Radstation konnten diese Arbeiten nur schwer neben dem laufenden Betrieb bewältigt werden. Es entstand die Idee, die Wartungs- und Reparaturarbeiten mit dem neu gegründeten Reparaturcafé zu verknüpfen. Dieses ist im FORUM.Lotsenpunkt des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) angesiedelt. Bereits mehrere engagierte Freiwillige haben sich gemeldet und im Rahmen von Patenschaften die Betreuung einzelner Service-Radstationen übernommen. Diese trafen sich kurz vor dem Jahreswechsel am Dirt-Bike-Parcours in Ratingen-Hösel, um die wieder intakte Station vor Ort zu begutachten.
Damit die Stationen langfristig funktionsfähig bleiben, ist das “Forum Lotsenpunkt” auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Schäden oder Mängel an den Reparatursäulen können am besten über den städtischen Mängelmelder ratingen.maengelmelder.de gemeldet werden.
Darüber hinaus werden weitere Reparatur-Patinnen und -Paten gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Interessierte wenden sich bitte an das FORUM.Lotsenpunkt, Ansprechpartnerin ist Projektleiterin Katharina Müller (E-Mail katharina.mueller@skf-ratingen.de, Telefon 0176 45702330). Die Ehrenamtlichen können sich auf eine gute Unterstützung sowie eine enge Einbindung in das Reparaturcafé im Forum Lotsenpunkt freuen.
Der städtische Radbeauftragte Kenny Weißgerber und Katharina Müller sind sich einig: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie eine generationenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Ehrenamt, Jugendrat und dem Forum Lotsenpunkt gelingen kann und damit einen wichtigen Beitrag zu einer engagierten Stadtgemeinschaft leistet.“

