
Velbert. Ein Erfolg für die gesamte Schule: An der Grundschule Max und Moritz in Velbert-Langenberg hat sich seit der Einführung der neuen Elternhaltestelle im April viel bewegt. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich mit großem Engagement an der Aktion „Wir wollen gehen! Zu Fuß statt Elterntaxi“.
Die Kinder haben gezeigt, wie gut sichere und selbstständige Schulwege funktionieren können – ob zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad, dem Schulbus oder durch das Aussteigen an der Elternhaltestelle. Für jeden Tag, an dem sie auf diese Weise zur Schule kamen, erhielten die Kinder einen Stempel und konnten so ihren Einsatz sichtbar machen.
Das vom Straßenverkehrsamt initiierte Projekt verfolgt das Ziel, das Verkehrschaos vor der Schule deutlich zu reduzieren und den Kindern einen sicheren, selbstständigen Schulweg zu ermöglichen. Gleichzeitig stärkt es die Eigenständigkeit der Grundschülerinnen und Grundschüler und vermittelt ihnen spielerisch wichtige Verkehrsregeln. „Wenn Kinder selbstständig zur Schule kommen, profitieren alle: weniger Verkehr, mehr Sicherheit und ein stärkeres Bewusstsein für richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Ich freue mich, dass dieses Projekt an der Max und Moritz Grundschule so gut durchgeführt wurde“, betont Ordnungsdezernent Nils Hanheide. Unterstützt wurde das Straßenverkehrsamt dabei von der Kreisverkehrswacht sowie dem Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Velbert.
Ein besonderes Merkmal des Velberter Projekts: Erstmals richtete die Stadt eine Schulstraße ein, die während der Bringzeiten ausschließlich den Kindern vorbehalten ist. Autos und andere Verkehrsteilnehmende dürfen diesen Bereich nicht befahren. „Die eingerichtete Schulstraße zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich der Verkehr vor der Schule entspannen kann, wenn Kinder einen sicheren Raum bekommen. Besonders erfreulich ist, dass die Anwohnerinnen und Anwohner die ruhigere Situation am Morgen wie am Nachmittag ausdrücklich begrüßen und die Schulstraße voll unterstützen“, so Nico Schmidt, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Velbert. Zusätzlich wurden farbige Fußspuren von der Elternhaltestelle bis zum Schultor aufgebracht. Sie erleichtern den Kindern die Orientierung und geben ihnen auf dem letzten Abschnitt ihres Schulwegs zusätzliche Sicherheit.
Als Preis erhielten die ersten und zweiten Klassen einen Gutschein zum Minigolf spielen mit Eis. Das dritte und vierte Schuljahr darf sich auf einen Besuch im Kletterwald Langenberg freuen.
Damit sich die Elternhaltestelle etabliert, wird die Max und Moritz Grundschule in Velbert das Projekt weiterführen und dazu beitragen, das tägliche Verkehrschaos nachhaltig zu verhindern.
Der Flyer „Wir wollen gehen! Zu Fuß statt Elterntaxi“ kann auf der Homepage des Kreises unter dem Stichwort „Elternhaltestelle“ heruntergeladen werden. Das Straßenverkehrsamt fördert in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde und der Kreisverkehrswacht weitere Aktivitäten, um Kinder auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und Unfälle zu vermeiden. Es werden verschiedene Projekte mit Arbeitsmaterialien für Schulen angeboten, unter anderem ein Arbeitsbuch zur Radfahrausbildung.

