Die Verbraucherzentrale NRW hält Werbeaussagen bei Basenkuren für oft überzogen. Foto: VZ NRW/adpic
Die Verbraucherzentrale NRW hält Werbeaussagen bei Basenkuren für oft überzogen. Foto: VZ NRW/adpic

Düsseldorf. Zum Start der Fastenzeit am Aschermittwoch wollen viele Menschen ihrem Körper etwas Gutes tun. In Drogerien und Apotheken finden sich zahlreiche Mittel, die versprechen, den Säure-Basen-Haushalt wieder einzupendeln, der durch falsches, einseitiges Essen, Alkohol und Stress angeblich übersäuert ist.

Bei gesunden Menschen funktionieren die Puffersysteme des Körpers allerdings von selbst. Unser Körper wird gut mit den Säuremengen fertig, die sich durch Sport oder beim Fasten bilden. Auch der Säureüberschuss, der entsteht, wenn wir zu viel Fleisch, Eiweiß und Zucker und zu wenig Gemüse zu uns nehmen, reguliert sich bei Gesunden ganz ohne Pülverchen. Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln gegen Übersäuerung bewerben ihre Basenkuren gerne als Mittel gegen „Energielosigkeit“ oder „Störungen des inneren Gleichgewichts“.

Dabei seien die Werbeversprechen für diese Granulate, Trinkpulver oder Tabletten größtenteils überzogen und fragwürdig, so die Verbraucherzentrale NRW. Dort betont man: Der Nachweis der Wirksamkeit fehlt und die Produkte helfen nur den Herstellern.

„Wer seinem Körper in der Fastenzeit und darüber hinaus etwas Gutes tun möchte, der liegt mit einem Speiseplan aus überwiegend wenig verarbeiteten, pflanzlichen Lebensmitteln richtig“, hieß es. Mit etwas Ausdauer und Disziplin ließen sich neue Gewohnheiten für mehr Gesundheit und Wohlbefinden auch langfristig gut umsetzen.