Seit 2018 ist das erste Stück der A44 freigegeben. Bisher endet der Ausbau allerdings bei Heiligenhaus. Foto: Mathias Kehren
Seit 2018 ist das erste Stück der A44 freigegeben. Bisher endet der Ausbau allerdings bei Heiligenhaus. Foto: Mathias Kehren

Kreis Mettmann. Der A44-Lückenschluss ist der Dauerbrenner unter den Verkehrsprojekten der Regio. Dass der Bau nicht vorankäme, sei nicht mehr vermittelbar, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer. Insbesondere der Dauerstau in Ratingen-Homberg sei eine schlichte Zumutung für Anwohner und Pendler.

In gemeinsamer Kraftanstrengung und in enger Abstimmung mit seinem Landtagskollegen, Jan Heinisch, kämpft er seit Jahren für das Teilstück der A44, dessen Historie einem Schildbürgerstreich ähnele, so Beyer. Seit mehr als 50 Jahren kämpfe die Region für die Anbindung an die Rheinschiene.

Vor wenigen Wochen ist die Entwässerung für den noch fehlenden A44-Abschnitt von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt worden. Nur der BUND hat dagegen geklagt. „Allerdings hat diese Klage keine aufschiebende Wirkung. Damit kann also endlich losgebaut werden. Es gibt jetzt wirklich keine Hindernisse und keine Ausreden mehr“, erklärt Heinisch. „Wer bauen will, kann nun auch bauen. Und darauf wartet die ganze Region seit Jahren.“

Grund genug für Beyer, erneut den Bundesverkehrsminister in dringlichen Worten aufzufordern, den überfälligen Lückenschluss der A44 zu beschleunigen. Jedes der zahlreichen Schreiben der vergangenen Jahre stehe gefühlt für einen Meter Autobahn, sagt er ironisch. Er will nicht akzeptieren, dass sich der Bau immer wieder verzögert, denn es gehe letztendlich um eine lebenswichtige Verkehrsader für die Menschen in der Region.

Auch der CDU-Ortsverband Homberg, Meiersberg und Schwarzbach will nicht weiter zuschauen. Aus diesem Grund plant die CDU gemeinsam mit Heinisch und Beyer eine Postkarten-Aktion. „Mit der Postkarte können Betroffene dem Bundesminister Ihre Meinung direkt mitteilen“, so Beyer.

Seit dem 13. April 2018 ist das erste Teilstück im westlichen Bauabschnitt zwischen Velbert und Heiligenhaus befahrbar. Damals habe man von vier weiteren Baujahren gesprochen, so Beyer. Das sei Geschichte. Ihm gehe es nicht darum, einen Schuldigen zu suchen, sondern darum, das Projekt rasch fertigzustellen. Nachdem nun die Planungsbehörde (Bezirksregierung Düsseldorf) kürzlich den Planfeststellungsbeschluss (Deckblatt 3) veröffentlicht und damit Baurecht geschaffen habe, müssten jetzt die „Bagger rollen“. Ein weiterer Zeitverlust sei inakzeptabel.

In dem Schreiben an den Bundesverkehrsminister fordert Beyer ein konkretes Datum der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes zwischen Heiligenhaus und Ratingen und fragt auch danach, wann die Freigabe für den Straßenverkehr erwartet werden könne. Dazu soll Bundesminister Wissing Beyer ein konkretes Maßnahmenpaket nennen, damit die Baumaßnahme innerhalb kürzester Frist sichergestellt werden kann. Beyer verlangt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger schließlich, dass der Minister einen Finanzplan vorlegt, damit eingesehen und nachvollzogen werden könne, wie konkret die Finanzierung des Lückenschlusses garantiert werden soll, und zwar von jetzt an bis zur Fertigstellung.

„Ich gehe davon aus, dass der Bundesverkehrsminister die herausragende Bedeutung dieses Infrastrukturprojekts für die Region teilt und er es, wie von Bundeskanzler Olaf Scholz in anderem Kontext beschrieben, auf die „Überholspur“ hebt“, so Beyer. “Deutschlandtempo auch für die A44”, fordern Beyer und Heinisch.