Velbert. Der knappe Sieg gegen Bonn hält die Hoffnungen der SSVg Velbert am Leben. Die direkt Konkurrenz patzt derweil.
So spannend wie der Aufstiegskampf in der 3. Liga, ist der Abstiegskampf in der Regionalliga West: Es ist eng am Tabellenende. Das wiederum bedeutet, dass die SSVg Velbert ihre Mission Klassenerhalt noch lange nicht abschreiben muss – im Gegenteil. Woche für Woche sieht die Situation für die Velberter ein wenig besser aus. Das ist nicht allein dem Club selbst zu verdanken, der zwar wichtige Punkte holt, immer wieder allerdings auch Zähler liegenlässt, sondern der Konkurrenz, die anhaltend patzt.
Mit einem knappen Sieg aus eigener Kraft gegen den Bonner SC hat Velbert sich am 25. Spieltag allerdings nah an die Nichtabstiegsränge herangekämpft. Nur noch ein Zähler fehlt, um die rote Zone zu verlassen. Die Rettung ab dem fünfzehnten Tabellenplatz ist inzwischen ziemlich sicher, weil der Abstiegskampf in der 3. Liga genau das Gegenteil von der Regionalliga West ist: wahrscheinlich frühzeitig entschieden – und dort käme es ohnehin nur auf Aachen an. Die Kartoffelkäfer haben sich mit guten Leistungen allerdings längst in die obere Tabellenhälfte gespielt. Für Velbert geht es daher nur noch darum, den Sprung um – derzeit – einen weiteren Platz zu schaffen. Der Rückstand beträgt dabei auf Wuppertal lediglich einen Zähler. Wiedenbrück kann am Sonntag gegen Bochum II zwar wieder vorauseilen, allerdings bleibt es auch dann knapp im Absteigerbereich: 18, 19, 20, 21 und 22 Punkte haben die Kellerkinder der Regionalliga West auf ihren Konten – entschieden ist dort ab im laufenden Saisonschlussspurt nichts.
Velbert hat sich durch eine Leistungssteigerung in der Rückstunde, verbunden mit wichtigen Punktgewinnen, aus der Hoffnungslosigkeit gespielt. Weil gleichzeitig Rödinghausen und Wuppertal unermüdlich patzen, ist der Klassenerhalt für die Löwen plötzlich machbar. Der Sieg gegen Bonn zeigt, dass die SSVg auch auswärts maximal punkten kann. Golubytskij erzielte in der 64. Minuten den spielentscheidenden Treffer.
Mit Fortuna Köln kommt am 26. Spieltag nun allerdings der amtierende Tabellenführer der Regionalliga West in die IMS-Arena nach Velbert. Am Freitag, 13. März, rollt ab 19:30 Uhr der Ball. Anschließend geht es für die Velberter zunächst nach Bocholt (21. März), bevor es am 4. April in Rödinghausen zu einem direkten Duell zweier Kellerkinder kommt.
Mindestens bis Sonntagnachmittag steht die SSVg Velbert nun auf dem 16. Tabellenplatz und damit in Riechweite des erhofften Klassenerhalts.


