Malika Maxmashukurova an der Rezeption im Mercure-Hotel am Stresemannplatz. Foto: Agentur für Arbeit / Wilfried Meyer
Malika Maxmashukurova an der Rezeption im Mercure-Hotel am Stresemannplatz. Foto: Agentur für Arbeit / Wilfried Meyer

Düsseldorf/Kreis Mettmann. Die Agenturen für Arbeit Düsseldorf und Mettmann haben gemeinsam mit den Kammern die Halbjahresbilanz zum Ausbildungsmarkt 2024 veröffentlicht.

Die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt sind für die Jugendlichen weiterhin gut. Die Zwischenbilanz zeigt jedoch auch, dass die Unternehmen bislang weniger Ausbildungsstellen meldeten. Die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber blieb konstant. Auffällig: Das Interesse an einer Ausbildung stieg bei den Jugendlichen mit ausländischem Pass.

Einer der Ausbildungsbetrieb aus Düsseldorf ist das Mercure-Hotel. „Wir haben insgesamt
drei Azubis eingestellt, die aus dem nicht-europäischen Ausland zu uns nach Deutschland
gekommen sind“, so die stellvertretende Hoteldirektorin Theodora Kalfa. Unsere Erfahrungen mit unseren neuen Kolleginnen sind durchweg positiv. Was mich besonders freut: Auch die Berufsschule gibt uns sehr gute Rückmeldungen. Der Einstieg war mit ein wenig Papierkram verbunden. Der Aufwand hat sich aber absolut gelohnt.“

Malika Maxmashukurova absolviert eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. „Nach Deutschland bin ich vor eineinhalb Jahren als Au-Pair-Mädchen gekommen“, erklärt Maxmashukurova, die aus Usbekistan stammt. Dort hatte sie bereits Erfahrungen mit Tourismus machen können, unter anderem den Umgang mit deutschen Gästen kennengelernt. „Service,
Hotellerie und Tourismus hat mich schon immer fasziniert“, so Maxmashukurova. „Mein Deutsch ist noch nicht perfekt, aber es wird besser. Meine nächste Etappe in der Ausbildung wird an der Rezeption sein. Darauf freue ich mich besonders.“

Die duale Ausbildung ebnet den Weg in eine erfüllende Beschäftigung. Der Wirtschaftsstandort Mettmann und Düsseldorf braucht gut ausgebildete Fachkräfte.
Die betriebliche Ausbildung bietet wie keine andere Ausbildungsalternative Nachwuchskräften die Chance, in spannende und anspruchsvolle Berufe einzusteigen und sich im echten Arbeitsleben auszuprobieren. Die Kammervertreter und die Leiter der Arbeitsagenturen rufen daher dazu auf, die Chancen am Ausbildungsmarkt zu ergreifen. Die Berufsberatung unterstützt dabei, die richtige Ausbildung zu finden.

Es sind noch rund 3.000 freie Ausbildungsstellen für den Start im August oder September zu vergeben.

Die Düsseldorfer Unternehmen meldeten im Zeitraum Oktober 2023 bis März 2024 insgesamt 2.907 betriebliche Ausbildungsstellen beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter. Das waren 319 Ausbildungsstellen oder 9,9 Prozent weniger als im März 2023. Dem standen 2.468 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, die sich innerhalb der zurückliegenden sechs Monate die Unterstützung der Berufsberatung in Anspruch nahmen und sich für die Ausbildungsvermittlung registrieren ließen. Dies waren genauso viele wie im März 2023. Zurzeit sind noch 1.777 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. 1.881 Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt.

Unternehmen aus dem Kreis Mettmann melden weniger Stellen

Unternehmen aus dem Kreis Mettmann meldeten bislang insgesamt 1.642 betriebliche Ausbildungsstellen beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter. Das waren 173 Stellen oder 9,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dem standen 1.867 Bewerber und Bewerberinnen gegenüber, die sich bei der Berufsberatung gemeldet haben. Das waren 14 Jugendliche oder 0,8 Prozent mehr als im März 2023.

Zurzeit sind noch 1.301 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch 1.072 Ausbildungsplätze unbesetzt. Es gibt viele Pendlerbewegungen von Azubis: Vier von zehn jungen Menschen, die im Kreis Mettmann ausgebildet werden, wohnen außerhalb der Kreisgrenzen.

Noch etwas größer ist mit 46,6 Prozent der Anteil der Azubis, die im Kreis wohnen und für ihre Ausbildung in die Nachbarstädte pendeln.

„Die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt für junge Menschen sind hervorragend. Alleine
im Kreis Mettmann sind über 1.000 Ausbildungsstellen frei“, erklärt Karl Tymister, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mettmann. Doch der Ausbildungsmarkt ende nicht an den Grenzen des Kreises. Auszubildende könnten aus den Städten im Kreis Mettmann auch die angrenzenden Großstädte gut erreichen, so Tymister. „In der Nachbarstadt Düsseldorf kommen beispielsweise 1.800 weitere freie Ausbildungsstellen hinzu. Bis zum Ausbildungsstart stehen den jungen Menschen also sehr viele Türen offen.“