Bisland gibt es im Kreis Mettmann keine Corona-Verdachtsfälle. Foto: pixabay
Corona: Witte in Velbert hat einen erkrankten Mitarbeiter. Foto: pixabay

Velbert. Bei Witte Automotive in Velbert ist der erste Infektionsfall bei einem Mitarbeiter des Unternehmens bestätigt worden. Das teilt das Unternehmen mit.

Der global aufgestellte Automobilzulieferer bildete schon im Januar interne Sonderteams, die sich mit möglichen Problemen zum Beispiel in der Lieferkette und entsprechenden Gegenmaßnahmen befassen. Seitdem vermehrt Infizierte auch innerhalb Europas gemeldet wurden, gibt es im Unternehmen einen Pandemieplan für die Mitarbeiter aller Standorte.

Dieser umfasst mehrere Phasen mit dazugehörigen Maßnahmen: angefangen von Hygiene-Informationskampagnen, erweiterten Desinfektionsmöglichkeiten, deutlich eingeschränkten Dienstreiseaktivitäten, den Verzicht auf interne oder externe Veranstaltungen, Einführung einer großzügigeren Karenztags-Regelung bis hin zu prophylaktischen Quarantäneszenarien. Im Intranet wurde für die Beschäftigten eine eigene COVID-19-Informationsseite eingerichtet, auf der alle Meldungen zusammenfließen.

„Wir sind gut vorbereitet und nehmen die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern sehr ernst“, betont Geschäftsführer Rainer Gölz. „Wir betreiben schon seit einigen Wochen einen hohen Aufwand, um einerseits den Betrieb aufrecht und für unsere Kunden die Lieferfähigkeit zu erhalten, andererseits unsere Mitarbeiter bestmöglich zu informieren und zu schützen. Dabei machen wir besonders auf Themen wie Hygiene und das richtige Verhalten im Verdachtsfall aufmerksam.“

Dennoch gab es am Montag einen ersten Verdachtsfall bei einem Mitarbeiter, der sich zum Glück nicht bestätigte. „Dieses Glück hatten wir gestern dann leider nicht mehr“, erklärt Sven Köster, Personalleiter und Leiter des eigens eingerichteten „Corona-Core-Teams“ bei Witte Automotive. „Bei einem Mitarbeiter des Standortes Stahlstraße wurde die Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen. Wir sind froh, dass es ihm gut geht, denn er ist weitestgehend symptomfrei.“ Jetzt geht es darum, eng mit den Gesundheitsämtern zusammenzuarbeiten. „Der Kollege lebt rund 50 km von Velbert entfernt, es sind also zwei Ämter einzubeziehen.“

Auch wenn alle Experten die Ansteckungsgefahr für die unmittelbaren Kollegen – gerade auch in dem konkreten Fall – als gering einstufen, wurden als Sofortmaßnahme alle Kollegen aus dem direkten Umfeld informiert und gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten, um der Verbreitung von COVID-19 im Unternehmen bestmöglich vorzubeugen. „Außerdem wurden gemäß unseres Pandemieplanes die Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter auch weiträumig noch weiter erhöht, wozu z.B. das Schließen der Kantinen und die Erweiterung des mobilen Arbeitens gehört. Wir bewerten die Situation jeden Tag aufs Neue“, so Köster weiter.