In Wülfrath ruft ein Bündnis gegen rechts zum Demonstrieren auf. Archivfoto: Volkmann
In Wülfrath ruft ein Bündnis gegen rechts zum Demonstrieren auf. Archivfoto: Volkmann

Wülfrath. Am 15. März ab 11 Uhr findet am Diek eine Demonstration statt, die sich gegen Rechtsextremismus und die AfD richtet. 


“Deutschland diskutiert über ein mögliches Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, das prüfen soll, ob die AfD in zentralen Teilen verfassungsfeindliche Ziele verfolgt”, so die Engagierten des Bündnisses “Wülfrath gegen Rechts”, die Vereine, Initiativen, Gewerkschaften, Kirchen, Unternehmen und Menschen aus lokalen Netzwerken zum Protest aufrufen. “Kommt dazu. Zeigt Haltung. Verteidigt die Verfassung. Wülfrath ist vielfältig, solidarisch und wehrhaft – und wir lassen nicht zu, dass extrem rechte Ideologien, Ausgrenzung und Hass in unserer Stadt Raum gewinnen”, hieß es in dem Appell.

Menschenrechte seien unveräußerlich. “Sie dürfen nicht abwählbar sein. Die AfD vertritt in ihrem Programm und in öffentlichen Äußerungen immer wieder Positionen, die genau das infrage stellen”, so die Akteure aus der Kalkstadt. “Warum sollte eine Partei wählbar sein, die die Grundrechte anderer abschaffen will? Gerade deshalb ist es notwendig, eine solche Partei auf ihre Verfassungsmäßigkeit prüfen zu lassen. Demokratie bedeutet nicht, dass man demokratisch die Demokratie abschaffen darf”.

Die Demonstration beginnt um 11 Uhr auf dem Sparkassenvorplatz in der Wülfrather Innenstadt. Redebeträge kommen von Björn Neßler, Geschäftsführender Vorstand der Bergischen Diakonie Aprath, und Christian Wolf, Bürgermeisterkanditat der letzten Kommunalwahl in Wülfrath.

Das Thema Demokratie rückt in Wülfrath dieses Jahr auch durch das Engagement und das Programm der Bürgerstiftung in dem Mittelpunkt. „Demokratie lebt vom Mitmachen“, betont Vorständin Sabine Timmermann. Genau dafür sollen neue Räume geschaffen werden. Fördern wolle man den Austausch zwischen Generationen und politische Bildung. Ein besonderer Schwerpunkt solle dabei auf Kindern und Jugendlichen liegen.