Partielle Sonnenfinsternis Velbert 2026_c_André Volkmann
Viele Menschen haben sich rund um den Sportplatz im Siepen versammelt, um gemeinsam die Sonnenfinsternis zu beobachten. Foto: André Volkmann

Velbert. Die partielle Sonnenfinsternis hat viele Menschen angelockt: Rund um den Sportplatz haben in Neviges rund 100 Interessierte das Himmelsspektakel verfolgt.


Es waren seltene Momente, die man am Mittwoch am Abendhimmel beobachten konnte. Zuletzt gab es ein solches Ereignis im Jahr 1999. Entsprechend groß war das Interesse an dem Himmelsspektakel. Die partielle Sonnenfinsternis verfolgten in Neviges rund um den Sportplatz im Siepen rund 100 Menschen. Um kurz nach 19 Uhr ging es los, den Höhepunkt erreichte die Finsternis dann gegen 20:30 Uhr, als der Mond einen großen Teil der Sonne verdeckte.

Wer kein Ticket nach Spanien gelöst hatte, dort konnte man die Sonnenfinsternis in einer Totalen beobachten, den zog es zumindest nach draußen. Die Bedingungen waren optimal. Bei klarem Himmel und angenehmen Temperaturen konnte man die partielle Sonnenfinsternis gut sehen. Viele Menschen hatten es sich gemütlich gemacht, Decken ausgebreitet, Stühle aufgestellt, dann teils mit selbst gebastelten „Camerae obscurae“, Lochkameras, den indirekten Blick gen Sonne gewagt. Wer besonders gut ausgestattet war, hatte eine spezielle Brille oder gar eine Kamera mit entsprechendem Filter mitgebracht. Einziges Manko: Die Sonne stand nur knapp über dem Horizon – es brauchte daher einen Ort mit freiem Blick. Den gibt es in Neviges am „Esel“ – und dort war daher mächtig was los.

Erst 1999, dann 2026

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Die Nevigeserin Ursula Klocke war eine der „Sonnenanbeterinnen“ – sie hat das Spektakel bereits 1999 erlebt. Foto: André Volkmann

Mit dabei war Ursula Klocke. „Auch wenn es nur eine partielle Sonnenfinsternis ist, ist das enorm“, freut sich die Nevigeserin. „Ein Naturereignis!“. Verpassen wollte sie auch die Teilverdunkelung nicht, denn solche Momente sind selten im Leben eines Menschen. Ursula Klocke hat allerdings im Jahr 1999 bereits die totale Sonnenfinsternis miterlebt. „Dafür bin ich extra in den Zoo nach Saarbrücken gefahren“. Ein Grund: Die Nevigeserin hatte miterleben wollen, wie Tiere auf ein solches Spektakel reagieren. „Das geht dort sehr gut. Und die Tiere waren spürbar unruhig“. Die damals benutzte Spezialbrille kam run ein Vierteljahrhundert später erneut zum Einsatz. „Die Brille war die ganze Zeit in Folie verpackt. Da ist kein Kratzer dran“, freut sich Klocke und blickt gen Horizon.

Erst im Jahr 2081 wird man in Deutschland wieder die Chance auf ein Sonnenspektakel in größerem Ausmaß haben. Der Abend der Finsternis ist ohnehin speziell dieses Jahr: Als Dreingabe regnet es reichlich Sternschnuppen. Die Perseiden erreichen am 12. August ihr Maximum. Knapp jede Minute kann man dann am Himmel eine Schnuppe sehen.

Damit nicht genug zeigt sich am frühen Morgenhimmel noch eine seltene „Planetenparade“: Jupiter, Merkus, Mars, Uranus, Saturn und Neptun stehen dann in einer Reihe.