Fotografin Desirée Buchwald mit Gerhard Huuk aus dem Wülfrather Haus Luise von der Heyden neben seinem Portrait in der Ausstellung. Fotos: Kling

Wülfrath. „ICH – eine Möglichkeit von mir“ ist der Titel einer Ausstellung, die an diesem Mittwoch in der Kreissparkasse in Wülfrath eröffnet worden ist. Zu sehen sind unvergessliche Portraits von Menschen aus Einrichtungen der Bergische Diakonie.


„Ich war direkt geflasht“, sagte Bürgermeister Sebastian Schorn. „Was für ausdrucksstarke, tolle Bilder.“ Und wie dem Bürgermeister wird es vielen Besucherinnen und Besuchern gehen, wenn sie in die Kundenhalle der Kreissparkasse Düsseldorf in Wülfrath kommen. Überlebensgroße Portraits blicken sie an, nehmen sie gefangen. Frauen und Männer schauen die Betrachter an, voller Würde, Selbstvertrauen, Stärke. Unübersehbar: Die Models sind betagt. Allein das ist ja schon nicht – im wahrsten Sinne – alltäglich.

Wer ist die Künstlerin, die das möglich gemacht hat? Desirée Buchwald heißt die Fotografin, die diese Werke voller Schönheit geschaffen hat. Ganz wesentlich am Schaffensprozess beteiligt war Visagistin Natalie Aust. In einer wunderbaren Broschüre zur Ausstellung ist der „kreative Prozess hinter den Bildern“ zu sehen, das 20minütige Styling, die Verwandlung der Männer und Frauen von Alltagsmenschen zum Model.

Die Ausstellung „ICH – Eine Möglichkeit von mir” zeigt Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen der Bergischen Diakonie, die sich zu diesem Shooting bereiterklärt hatten. Es sind Menschen aus den Einrichtungen August von der Twer, Luise von der Heyden, Otto Ohl, Karl Heinersdorff, aus Häusern der Diakonie in Heiligenhaus, Remscheid und Monheim.

Einige von ihnen sind jetzt zu der Eröffnung der Ausstellung in Wülfrath gekommen und konnten sich ihre Portraits anschauen, wie sie in der Umgebung einer Kassenhalle wirken. Die Bilder stammen aus dem Jahr 2024, die Ausstellung war als erstes in Velbert im neuen Forum zu sehen.

„Die Bilder sind eine Einladung, die eigene Vorstellung von Alter und Identität zu überdenken“, sagte Michael Kolle, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie, die diese zauberhafte Ausstellung auf den Weg gebracht hat.

„Fotografie ist mehr als nur ein Bild“, schreibt die Künstlerin auf ihrer Internetseite. „Sie ist eine Sprache, die jeder versteht.“ Ihr Ziel sei es, Menschen zu berühren, Geschichten zu erzählen und Momente zu schaffen, die im Gedächtnis bleiben. Das schafft Desirée Buchwald eindrucksvoll: Ihre Bilder berühren, erzählen. Es sind Bilder, die im Gedächtnis bleiben.

Bis zum 3. Februar haben Interessierte Gelegenheit, die Ausstellung „ICH – eine Möglichkeit von mir” in der Sparkasse in Wülfrath zu betrachten. Zu finden sind die Portraits auch auf der Seite der Fotografin https://www.buchwald-fotografie.de/ und unter www.ich-ausstellung.de.

Einrichtungen, die ähnlich wie die Diakonie eine unvergessliche Ausstellung schaffen möchten, sind bei Desirée Buchwald willkommen.