Essen. Im GOP Artistical-Theater Essen feiert am 18. September die neue Show „Groove“ ihre Weltpremiere. Bei der Pre-Show am Dienstag konnten geladene Gäste sich Eindrücke vor dem offiziellen Start verschaffen.
Für die Show „Groove“ bringen 24 Künstlerinnen und Künstler ihr artistisches und musikalisches Können nach Essen. Im GOP Artistical-Theater feiert das Format am 18. September nach Monaten der Planung und Proben die Weltpremiere. Das Format ist neu und nicht mehr vergleichbar mit den zwar teils rasanten, aber immer gemütlichen Varieté-Veranstaltungen in dem Theater an der Rottstraße 30. Kurz zusammengefasst: Es gibt rund zwei Stunden Vollgas.
Als Showthema halten die Siebziger her, entsprechend bunt und laut geht es auf der Bühne zu. Die Kostüme sind poppig, der Sound knallt – die Musik ist dabei handgemacht. Schlagzeug, Keyboard, Gitarren und Gesang stehen teils allein oder ergänzen die artistischen Einlagen des Ensembles. Dass dieses Konzept letztlich funktioniert, ist kein Zufall, immerhin ist genau das die Kernidee hinter der neuartigen Show: Das Genre Artistical kombiniere Weltklasse-Artistik mit Live-Musik, Tanz und Gesang, schreibt das GOP-Theater selbst über sein Event. Im Mittelpunkt stünden dabei nicht einzelne Nummern, sondern „das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente“. Hinter dem Projekt stecken bekannte Köpfe der Unterhaltungsbranche: Die musikalische Leitung liegt bei Jens Eckhoff, Mitbegründer der Pop-Rock-Band „Wir sind Helden“. Regie führt Showmacher Aleks Uvarov.
Groove: Eine Show für Jung und Alt

Die Zielgruppenansprache hat sich deutlich verändert: Mit Akrobatik, hohem Tempo und bekannten Songs zum Mitsingen lockt man regelmäßige Varieté-Gänger ebenso wie Theaterneulinge an. Das Flair in dem runderneuerten Gebäude hat sich spürbar und sichtbar verändert. Das Restaurant ist Geschichte, stattdessen gibt es – wie in einem Kino – eine Bar, an der man neben Getränken auch Snacks kaufen kann. Das Konzept setzt sich im Theatersaal fort: Nicht mehr als Gruppentische sitzen die Besucherinnen und Besucher, stattdessen nimmt man in Sesselreihen Platz. Kinostil, aber gemütlich.
Star der Show sind letztlich nicht nur die Künstler des Ensembles, sondern vor allem die Technik im Event-Saal: Eine rund 150 Quadratmeter große LED-Fläche, Lichtinstallationen, Spiegel und ein speziell konzipiertes Sounddesign sorgen dafür, dass „Groove“ visuell und akustisch ein eindrucksvolles Theater- und Artistik-Erlebnis wird. Die Macher beschreiben ihre Idee als „multisensorisches Erlebnis, das das Publikum jeden Alters begeistert“ – und das trifft zu. Ein Magnet ist dabei der Stil der Disco-Ära der Siebziger. Das kommt offensichtlich gut an: Der Vorverkauf sei laut Veranstalter „sensationell gestartet“, wie man bereits im November vergangenen Jahres mitgeteilt hatte. “Groove“ treffe den Puls der Zeit, erklärte Dennis Grote, Geschäftsführer der GOP Entertainment Group. Die Show sei „emotional, immersiv, energiegeladen“. „Wir wollen, dass unsere Gäste rausgehen und sagen: Das war nicht nur Unterhaltung – das war ein Erlebnis, das bleibt“.
Bei den Preview-Shows bestätigten die Reaktionen des Publikums genau: Standing Ovations nach dem Finale, Applaus während der einzelnen Performances – und mehrfach waren die Zuschauer direkt involviert durch Bühnenmomente oder Live-Videos aus dem Zuschauerraum.
Showmacher und Touristiker arbeiten an Vision für Essen
Wer den klassischen Varieté-Abend aus dem Essener GOP nach der Neuausrichtung vermisst, bekommt keinen Ersatz, aber einen neuen Anreiz, um sich dem modernen Artistik-Theater zu nähern. Mit dem neuen GOP Artistical-Theater wird Essen zum Schauplatz einer europäischen Weltpremiere. Und das soll sich auch touristisch niederschlagen: Durch Kooperationen mit Reiseveranstaltern, Hotels und Medienpartnern soll die Ruhrmetropole zu einem kulturellen Magneten für Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus werden, so der Wunsch der Showrunner.
„Wenn ich Groove in einem Satz beschreiben müsste, würde ich sagen: Es ist der Moment, in dem Bewegung Musik wird und Musik Bewegung“, kommentierte Show Director Aleks Uvarov im vergangenen Sommer. Erst mit den Aufführungen vor Publikum wird nun deutlich, was er damit meinte: Es ist ein Symbiose aus Szenen für Auge und Ohr – hier und da wippen noch die Füße mit. Und ganz mutige Gäste singen oder summen mit, wenn die Songs von Abba, den Bee Gees oder weiteren Kultbands aus den Boxen dröhnen.
Tickets und Informationen zu der, in Kooperation mit der „Seven.One Starwatch“ und von JOYN Sat.1 präsentierten, Show, gibt es online unter groove-show.de.


