Die Vorstände Andreas Seidler (l.) und Ulrich Becker, Verwaltungsleiterin Helga Wittge und Veranstaltungsleiterin Martina Mindermann zeigen die Hochbeete im Sinnesgarten. Foto: Volkmann
Die Vorstände Andreas Seidler (l.) und Ulrich Becker, Verwaltungsleiterin Helga Wittge und Veranstaltungsleiterin Martina Mindermann zeigen die Hochbeete im Sinnesgarten. Foto: Volkmann

Wülfrath. Am Samstag, 23. März, startet der Wülfrather Zeittunnel ist die neue Saison. Geben wird es bis in den Oktober hinein einen Mix aus den bewährten Workshops und einigen Event-Highlights, darunter das Sommerfest, Wanderungen und sogar einen Zirkus. 

Die Winterpause hat man im Zeittunnel genutzt, um die Kulturstätte fit für den Start in den Frühling zu machen. Der Saisonanfang steht unmittelbar bevor: Alle Arbeiten sind im Zeitplan und das Jahresprogramm steht. Im Zentrum des neuen Veranstaltungsjahres steht mit dem Sinnesgarten eine neue Attraktion: Auf einer schmalen Fläche hinter dem Hauptgebäude entsteht eine blühende Landschaft, die zum Mitmachen und Erleben einladen soll. „Vorher war das eine ungepflegte Wiese mit Unkraut und einer Kabeltrommel drauf“, so Veranstaltungsleiterin Martina Mindermann, die der Eröffnung des Gartens entgegenfiebert. Fühlen, Schmecken und Sehen – diese Sinne stehen im Mittelpunkt. Geben wird es einen Barfußpfad, bunte Blumen, Hochbeete mit Kräutern und einen „Naschbereich mit Beeren“, erklärt Mindermann. Hinzu kommt die eingelagerte Klangtafel als Bereicherung für die neue grüne Oase.

Die Idee hatte Martina Mindermann selbst. „Wir haben lange überlegt, was man aus der Fläche machen kann“. Letztlich fiel der Entschluss für den Sinnesgarten, mit dem man sich an Kinder wie Erwachsene richten möchte. An die Erarbeitung des Konzepts schloss sich der handwerkliche Teil an, den der Wülfrather Gartenbaubetrieb Sollazzo & Wetzel übernommen hat. Ist alles fertig, muss die Landschaft auch gepflegt werden – die Zeittunnel-Betreiber wollen hierzu auf das Ehrenamt setzen und womöglich eine Spendenbox aufstellen. Was das Projekt gekostet habe? „Wir warten noch auf die Rechnung“, so Genossenschaftsvorstand Andreas Seidler. Fördergelder seien vom Kreis Mettmann und von der Kreissparkasse Düsseldorf gekommen, Lhoist hatte zudem für den Schotter gesorgt.

Im Zeittunnel hofft man darauf, dass der Sinnesgarten nicht nur für Bildungsveranstaltungen genutzt wird, sondern auch eine Synergie mit dem Zeittunnel-Café bildet, das – dank selbstgebackener Kuchen und Waffeln – „gern genutzt wird“, so Verwaltungsleiterin Helga Wittge. Man könne zukünftig Kaffee trinken und dann einige Momente im Garten verbringen.

Der Gartenbereich soll die nicht einzige Neuerung bleiben in dieser Saison. Besondere Freude herrscht im Zeittunnel über den geplanten Bühnen-Zirkus am 8. September. Der Wuppertaler „Circus Carissima“ tritt unter freiem Himmel auf, bringt eine Show aus Akrobatik und Clownerie und Zuckerwatte und Popcorn direkt auf das Kulturgelänge nach Wülfrath. Neben den Bühnenauftritten soll vor allem ein Mitmachprogramm für Kinder die Gäste begeistern.

Tunnelkino und Gartentag kehren zurück

Weitere Highlights: Der Gartentag am 11. Mai, das Sommerfest am Panorama-Radweg und die Teilnahme an der Neanderland-Wanderwoche im Juni sowie zwei Monate später das Tunnelkino. Letzteres findet an zwei Wochenenden im August statt – neu dabei: es wird keine Kinderfilme geben. Die Vorführungen der insgesamt sechs Filme gibt es ausschließlich abends.

Aufgefüllt wird das Jahresprogramm mit dem bewährten Mix aus Workshops und Führungen, ergänzend kommen über das Jahr verteilt vier Wanderausstellungen hinzu. Was ohnehin bleibt: die Touren durch den Tunnel selbst und das 3D-Erlebnis „Der Bunker am Tunnel“, bei dem man sich auf eine Erkundung der besonderen Art begeben kann.

Die Zeichen am Zeittunnel stehen jedenfalls auf Saisonstart: Der Eingangsbereich ist bereits aufgehübscht worden, am Empfang steht eine weiße Theke und bildet einen Kontrast zum bunten Mobiliar des Café und Shops.

Was nicht spurlos am Zeittunnel vorbeigegangen ist, sind die Kostensteigerungen. Vor allem die Personalkosten drückten, so Martina Mindermann. „Wir können nicht alles mit Ehrenamtlichen schaffen“. Die Eintrittspreise im Zeittunnel erhöhen sich ab diesem Jahr somit um einen Euro in den meisten Ticketkategorien; das Familienticket kostet zudem nun 17 statt 15 Euro.

„Die Alternativ ist, man wird Mitglieder im Förderverein“, empfiehlt Andreas Seidler. Mit der Jahreskarte könne man dann in den Zeittunnel, wann man möchte und man unterstützt die Einrichtung zudem. „Mit 100 Mitgliedern mehr wäre vieles leichter“, meint Seidler. Auch an die Politik hat er einen Wunsch: Langfristige Verträge, um die Planbarkeit zu verbessern. Ehrenamtliche – junge wie ältere – könnten sich zudem weiterhin bei den Zeittunnel-Verantwortlichen melden, um das Team der aktuell 40 Engagierten zu unterstützen.

Informationen und das gesamte Programm finden sich auf der Webseite des Zeittunnels unter zeittunnel.com.