"Mein Real" - Logo am Markt in Heiligenhaus. Foto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. Nach bisherigen Plänen wird der Heiligenhauser Standort von „mein real“ zum Ende des Monats März schließen. Überraschende Entwicklungen gibt es bislang keine. 

Als im Herbst des vergangenen Jahres die Meldung über die Insolvenz von „mein real“ und die Übernahme einiger Filialen durch andere Einzelhandelsketten kursierte, war die Verwunderung in Heiligenhaus groß: der Wülfrather Laden in der maroden Immobilie würde gerettet, Heiligenhaus jedoch nicht?

In den Sozialen Medien wurden zu diesem Zeitpunkt auch kritische Stimmen laut. Das Sortiment sei im Vergleich zum „echten Real“ – so schrieb es ein Facebook-Nutzer – verkleinert, es gäbe kaum Ware, und leere Regale. Andere äußerten sich weiterhin positiv: Man gehe gern dorthin, kenne den Standort seit vielen Jahren als gern genutzte Einkaufsmöglichkeit.

Der Plan im Zuge der Insolvenz in Eigenverwaltung: 45 Märkte sollen schließen, 18 würden von anderen Unternehmen übernommen. So hatte sich Kaufland den Wülfrather Standort gesichert. Für „mein real“ in Heiligenhaus gab es allerdings schon im vergangenen Herbst keine solchen Pläne. Der Markt solle Ende März 2024 endgültig schließen, hieß es. Das hat sich offensichtlich auch bis heute nicht geändert. Wer auf eine überraschende Rettung in letzter Sekunde gehofft hat, wird – Stand jetzt – enttäuscht. Wie „mein real“ auf Nachfrage mitteilte, wolle man über einen „möglichen Abverkauf“ zu gegebener Zeit informieren.

„Unser mein real-Markt in Heiligenhaus gehört zu den Märkten, für die eine Schließung ansteht“, so eine Sprecherin des Unternehmens.

Für die Warenhauskette endet im Frühjahr ein erneuter Sanierungsversuch, an dem bereits der einstige Mutterkonzern Metro gescheitert ist. Die SCP Group übernahm im Jahr 2020, verkaufte rund 60 Filialen – Real verfügte einst über 276 Märkte – an den Investor Sven Tischendorf. Auch diese Maßnahme brachte keinen Erfolg, erneut sprang der alte Besitzer SCP ein. Der Plan damals: Alle verbleibenden Filialen bis zum Jahr 2025 modernisieren. Rund 270 Millionen Euro hatte man dafür in die Hände nehmen wollen. Daraus wurde offenkundig nichts.