Frank Höschler geht für die UVB Velbert in das Rennen um das Bürgermeisteramt. Foto: Volkmann
Frank Höschler geht für die UVB Velbert in das Rennen um das Bürgermeisteramt. Foto: Volkmann

Velbert. Frank Höschler geht für die UVB Velbert als Bürgermeisterkandidat ins Rennen. Für das Gelände des ehemaligen Hertie-Kaufhauses hat auch er Pläne – und die liegen „noch immer in der Schublade“. 


„Grün statt Beton“, so fasst Frank Höschler seine Vision für jenes Areal zusammen, das er als das „Filetstück der Velberter Innenstadt“ bezeichnet. Gemeint ist jenes Areal, auf dem früher das Hertie-Kaufhaus stand. Das Gelände rückt im Jahr der Kommunalwahl ins Zentrum des Interesses bei den örtlichen Parteien. Die CDU brachte Pläne um die Errichtung eines Seniorenheims ins Spiel, die SPD sieht auf dem Areal gemeinsame Wohnräume für Senioren und Familien, die FDP hofft auf einen Ratsentscheid zugunsten eines „integrierten Quartierskonzepts“.

Frank Höschler, der für die Wählergemeinschaft „Unabhängige Velberter Bürgerinnen und Bürger“ in das Rennen um das Bürgermeisteramt geht, möchte stattdessen eine „grüne Oase“ errichten. „Die Pläne dafür haben wir zusammen mit einem Architekten ausgearbeitet. Auf eigene Kosten“, so Höschler.

Bislang vorgesehen sind mittelfristige Pläne für eine Zwischennutzung mit „Terrassenkonstruktion, Grünflächen und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen“, hierüber hatten zuletzt die Fachausschüsse entschieden, wonach für den Haushaltsplanentwurf für 2025 eine Investitionssumme in Höhe von 150.000 Euro eingestellt werden solle. Zukünftig soll für das Areal eine echte Lösung her. Frank Höschlers Idee sieht eine Naherholungsfläche vor, mit Arealen, um kleine Wälder anzusiedeln. Eine Picknick-Fläche, Hochbeete für Schüler und sogar Foodtrucks in der Mitte des Platzes sind Bestandteile der Planungsunterlagen.

Auch die Einzelhändler und Geschäfte im Innenstadtbereich rund um die derzeitige Hertie-Brache sollen einbezogen werden. „In Gesprächen haben mir einige Inhaber bereits Zustimmung signalisiert“, so der Bürgermeisterkandidat der UVB. Insgesamt sollen seine Ideen für eine Belebung der Innenstadt sorgen, hofft Höschler. Rund eine halbe Million Euro gibt er als Kostenfaktor an, womöglich könne man Landesförderungen erhalten, weil das Projekt „die Natur und viel Grün in die Innenstadt bringt“. Geht es nach Frank Höschler, soll ohnehin vieles durch ehrenamtliches Engagement entstehen: „Die Hochbeete als Lernorte für Velberter Schüler können zum Beispiel Rentnerinnen und Rentner, die sich auskennen, betreuen“. Um die Kosten zu drücken, könnte man hiesige Firmen involvieren, die beispielsweise Erdaushub zuschütten oder Pflanzen in die Erde setzen, erklärt Höschler. „Die Pläne liegen noch immer in der Schublade. Ich wünsche mir, dass die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen, was mit dem Gelände passieren soll“, meint Höschler.

Und das Problem fehlender Pflegeheimplätze, das andere Parteien mit ihren Vorschlägen angehen? Frank Höschler würde hierzu das alte Heim am Wordenbecker Weg ertüchtigen. „Klar, unter anderem der Brandschutz ist noch ein Problem, aber das könnte man hinbekommen“, erklärt er.

Überstimmend hebt die Lokalpolitik die vorteilhafte zentrale Lage des Areals mitten in der Innenstadt hervor, lediglich über die tatsächliche Nutzung herrscht Uneinigkeit. Anträge von CDU und Grünen, SPD und FDP liegen nun auf dem Beratungstisch des Stadtrates, der am 8. April zusammenkommt. Dort geht es dann zunächst um die vorgeschlagenen Wohnprojekte.