Ein Hund liegt auf einem Boden. Foto: pixabay
Ein Hund liegt auf einem Boden. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Im Kreis Mettmann ist die Fuchsräude aufgetreten. Darüber informiert die Kreisjägerschaft Düsseldorf und Mettmann.


Aktuell wurde ein von Räude befallener Fuchs in Heiligenhaus gefunden. Da die Fuchsräude hochgradig ansteckend ist, kann man davon ausgehen, dass sich die Krankheit weiter verbreitet hat.

Die Fuchsräude wird durch eine Grabmilbe verursacht. Sie gräbt sich in die Haut ein und legt dort ihre Eier ab. Befallene Tiere weisen einen massiven Haarausfall, eine borkige, häufig dunkel verfärbte Haut und extremen Juckreiz auf. Sie wirken meist apathisch und magern sichtlich ab. Die parasitäre Erkrankung führt binnen einiger Wochen zum Tod.

Für Menschen selbst ist die Fuchsräude ungefährlich. Der Mensch ist für die Milbe nur ein Fehlwirt. Ein vorübergehender Juckreiz (Pseudo-Krätze) klingt meist nach zwei Wochen ab. Für Hunde allerdings ist die Krankheit sehr ansteckend, auch wenn sie keinen direkten Kontakt zu infizierten Füchsen haben. Die Milben überleben zum Beispiel in der Nähe eines Fuchsbaus für einige Wochen im Gras und können von dort aus übertragen werden.

“Hundehalter sollten ihre Hunde unbedingt an der Leine führen, um zu vermeiden, dass sie in die Umgebung eines Fuchses geraten”, rät die Kreisjägerschaft. Wer einen toten und siechenden Fuchs sieht, sollte ihn auf keinen Fall anfassen. Die Fuchsräude ist nicht meldepflichtig, trotzdem wird gebeten, den zuständigen Jagdpächter oder die Polizei zu informieren, damit der Kadaver beseitigt oder ein noch lebender infizierter Fuchs erlöst werden kann.