Herne/Velbert. Die Neuaufstellung der Parfümerie Pieper in der seit drei Wochen laufenden Eigenverwaltung liegt im Zeitplan. Das teilt das Unternehmen mit.
Einen Standort betreibt Pieper auch in der Velberter Innenstadt – auch dort gibt es zunächst eine Entspannung nach der Insolvenzmeldung der Parfümerie-Filialkette mit Sitz in Herne. “Löhne und Gehälter wurden pünktlich über das Insolvenzgeld ausgezahlt, der operative Betrieb läuft an allen Standorten regulär weiter”, so ein Unternehmenssprecher.
Das Unternehmen sei gut in das Verfahren gestartet, der Geschäftsbetrieb laufe stabil und zeige sogar eine erfreuliche Entwicklung. „Die ersten Analysen zeigen: die Kunden halten uns die Treue, dafür ist das ganze Unternehmen dankbar. Besonders freut mich, dass unser Team in der Zentrale und in allen Filialen an einem Strang zieht. Gemeinsam können wir die Herausforderungen überwinden“, so Geschäftsführer Oliver Pieper.
In den vergangenen Wochen habe man im Rahmen des Verfahrens wichtige operative und organisatorische Themen zügig klären und dadurch die Grundlage für die nächsten Schritte schaffen können
„Mit Zustimmung des Gläubigerausschusses konnten wir die Gutscheine der Kunden wieder annehmen. Diese Entscheidung unterstützt die Betriebsfortführung und ist daher im Interesse der Gläubiger.“, ergänzt Lukas Herbert aus dem Team des Generalbevollmächtigten Philipp Grub.
Der Chief Revenue Officer Sven Pursche erklärt mit Blick auf die Adventszeit: „Es ist uns gelungen, im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Neubelieferung mit Ware sicherzustellen. Ich danke unseren Partnern bei der Zentralregulierung und in der Industrie für das Vertrauen.“ Die Neubelieferung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Neuordnung, der in enger Abstimmung mit dem Zentralregulierer Beauty Alliance erreicht wurde.
Besonders erfreulich sei das sehr positive Feedback der Kundinnen und Kunden, sowohl im stationären Handel als auch im Onlinegeschäft. “Auch das laufende Weihnachtsgeschäft entwickelt sich aus heutiger Sicht stabil und entspricht den Erwartungen”, schreibt Pieper.
Parallel dazu arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit externen Experten mit hoher Priorität an der “Optimierung von Prozessen, sowie an der Entwicklung einer tragfähigen Zukunftsstrategie”. Den Fokus legt das Unternehmen auf eine nachhaltige Stabilisierung und zukunftsfähige Ausrichtung. “Die bisherigen Entwicklungen stimmen zuversichtlich für die nächsten Schritte”, hieß es von Pieper.


