Beleuchteter Turm bei Nacht mit grüner Beleuchtung
In den Wintermonaten lohnt sich der Blick vom Erlebnisturm Höhlenblick: Die karge Umgebung entwickelt einen besonderen Charme und versetzt Gäste bei kalten Temperaturen. Foto: Neanderthal-Museum/Holger-Neumann

Kreis Mettmann. Am 8. Dezember 2022 ist der Erlebnisturm Höhlenblick an der weltberühmten Fundstelle des Neandertalers feierlich eröffnet worden.

Seitdem hat sich der Erlebnisturm Höhlenblick zu einem echten Besuchermagneten entwickelt. Zum ersten Jubiläum freut sich das Team des Neanderthal Museums über rekordverdächtige 177.000 Gäste. Museumsdirektorin Dr. Bärbel Auffermann ist begeistert: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Endlich erhält die weltbekannte Fundstelle des Neanderthalers mit dieser Landmarke die ihr gebührende Aufmerksamkeit und Würdigung“. Diese Erfolgsgeschichte des Erlebnisturms spiegelt sich auch in zahlreichen Presseberichten, Fernseh- und Radiobeiträgen wider.

Die Erlebniswelt Neandertal wurde mit der Eröffnung des Erlebnisturms um ein weiteres Highlight ergänzt und ist eine touristische Top-Destination zwischen Ruhrgebiet und Rheinland. Im ersten Jahr seit der Eröffnung erlebten Familien, Freizeitgruppen und Schulklassen eine Reise zurück in die Zeit des Neanderthalers. Der Aufstieg zum 22 Meter hohen Turm ist selbst schon ein Erlebnis. Der Turm ist wechselweise durch innere und äußere Rampen über 360 Meter barrierefrei zu begehen. An Medienstationen werden die Geschichte des Neandertals und die Auffindung des Neanderthalers kurzweilig erzählt. Fast mühelos gelingt der Aufstieg bis zur obersten Plattform zum Wahrzeichen des Turms: Der als Schädelkalotte gestalteten Kuppel. Dort lassen die digitalen Fernrohre die Eiszeit-Welt der Neanderthaler in Animationen wieder lebendig erscheinen.

Das Museumsteam blickt auf ein aufregendes Jahr zurück und erinnert sich an einige Geschichten, die zum Schmunzeln anregen. So hielten Gäste den Technikraum im Fuß des Turms immer wieder für einen Aufzug und wunderten sich über die verschlossene Tür. Eine Überwachungskamera am Tor zur Fundstelle meldete eines Nachts Bewegung.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Verursacherin eine große Spinne war, die sieben Minuten lang durch das Bild krabbelte.