Das Osterfeuer auf dem Marienberg brennt. Foto: Volkmann
Das Osterfeuer auf dem Marienberg brennt. Foto: Volkmann

Velbert. Das Osterfeuer auf dem Marienberg in Neviges ist eines von insgesamt zehn in Velbert gewesen. Allein das Wetter wollte nicht mitspielen. 

Es war voll am frühen Abend auf dem Marienberg. Der Stamm Hardenberg-Neviges der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg hatte zu dem traditionellen Osterfeuer auf den Gipfel des Nevigeser Wallfahrtsweges eingeladen. Rund 400 Menschen, darunter viele Kinder, hatten sich auch dieses Jahr versammelt. Im vergangenen Jahr war es ähnlich voll. Die Pfadfinder boten erneut ein buntes Programm: Kinder durften Ostereier suchen und Stockbrot grillen. Die Erwachsenen zog es zum Grill und der Getränkebude.

Dann war gegen 18.30 Uhr aus der Ferne ein leises Grollen zu hören. Dunkle Wolken kündigten eine Gewitterfront an, die schnell näher kam. Alles Hoffen half nichts: Regen, Wind und Blitze zogen nicht über den Marienberg hinweg. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine amtliche Warnung herausgegeben. Man solle sich möglichst nicht im Freien aufhalten, hieß es darin. Viele eilten zu ihren Autos. Der Platz rund um das Osterfeuer leerte sich, allerdings nicht komplett. Rund die Hälfte der Menschen blieb, trotzte dem teils starken, immerhin aber kurzen Regenschauer.

Gegen 19 Uhr ging plötzlich alles zügig: Auf das Gitarrenspiel folgte die Feuersegnung, dann wurde der Holzhaufen mit Einsetzen der ersten Regentropfen von den Pfadfindern in Brand gesetzt. Erst langsam, dann schnell und unter lauten Knistern und Knacken brannten die Zweige. Rauch und eine Feuersäule stiegen in den wolkenverhangenen Himmel auf. Der Glut konnten die Tropfen nichts anhaben. Belohnt wurde letztlich, wer der Wetterlage standhielt.

Viele trotzten dem kurzen Regenschauer und blieben am Feuer. Foto: Volkmann
Viele trotzten dem kurzen Regenschauer und blieben am Feuer. Foto: Volkmann