Velbert. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga West muss die SSVg Velbert nun wieder in der Oberliga Niederrhein ran. Das erste Spiel ist ein Aufeinandertreffen zweier Nachbarn.
Am 16. August geht es für die SSVg Velbert wieder los – der Ball rollt dann im im ersten Spiel vor heimischem Publikum direkt zum Auftakt im Bergischen Derby gegen den Wuppertaler SV. Der Mitabsteiger, Stadtnachbar und Konkurrent geht selbstbewusst in die neue Saison, hat den Kader nahezu komplett neu aufgestellt. Überwiegend setzen die Wuppertaler auf junge Spieler. Erfahrung bringt Felix Herzenbruch ein, der ausgerechnet von der SSVg Velbert zum WSV gewechselt ist.
Das Auftaktspiel zwischen der SSVg Velbert und dem Wuppertaler SV dürfte jedenfalls so manchen Fußballfan in die IMS-Arena locken. Die Hälfte der Spiele muss der Velberter Club auf fremden Rasen bestreiten. Für Fans hat die Oberliga Niederrhein diesbezüglich zumindest einen Vorteil: die Fahrtwege sich deutlich kürzer als noch in der Regionalliga-Saison. Wer als SSVg-Fans an allen Auswärtsspielen teilnehmen möchte, muss in der kommenden Spielzeit rund 1.450 Kilometer fahren – der Wert umfasst dabei sogar den Weg zu den jeweiligen Auswärtsspielstätten und wieder zurück in die Schlüsselstadt. Der Wuppertaler SV ist der Verein, zu dem die Velberter die kürzeste Anfahrt haben. Am weitesten entfernt liegen der SV Blau-Weiß Dingden und der SV Sonsbeck – auch hier sind es pro Strecke allerdings nur rund 80 Kilometer.
Leicht wird es für die SSVg Velbert aber auch gegen die „Nachbarn“ vom Niederrhein nicht. Die Oberliga Niederrhein ist namhaft und ausgeglichen besetzt. Der KFC Uerdingen meldet längst Ansprüche an den Aufstieg in die Regionalliga West an. Weitere starke Konkurrenten dürfen auch Schwarz-Weiß Essen und Ratingen 04/19 sein. Der SC St. Tönis dürfte – unabhängig vom Ergebnis in der ersten Runde – durch die diesjährige DFB-Pokalteilnahme Rückenwind bekommen. Und in Wuppertal sind es mindestens die Fans, die den Traditionsclub gern möglichst zügig wieder in der nächsthöheren Liga sehen wollen. Rechnen muss man zudem mit Schonnebeck und den Sportfreunden aus Baumberg.


