Velbert/Herne. Im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung setzt die Parfümerie Pieper weitere Maßnahmen zur Stabilisierung und nachhaltigen Neuaufstellung des Unternehmens um. Einige Filialstandorte würden geschlossen, um das Filialnetz gezielt zu straffen.
Betroffen sind nach Unternehmensangaben vor allem Doppelstandorte – insbesondere in Dinslaken, Hamm und Mönchengladbach, wo jeweils zwei Filialen in unmittelbarer Nähe bestehen.
Die Filialen in Essen am Limbecker Platz , in Dinslaken in der Neutor Galerie, in Duisburg im Forum, in Hamm an der Westraße, in Hattingen an der Großen Weilstraße, in Mönchengladbach, an der Stresemannstraße, in Oberhausen im Westfield-Centro sowie in Viersen an der Hauptstraße. DDiedortigen Schließungen erfolgten schrittweise in den kommenden Wochen.
“Der Geschäftsbetrieb an den übrigen Standorten bleibt unverändert bestehen”, teilt Pieper mit. Daraus ergibt sich auch die Zukunft der Velberter Filiale der Parfümeriekette in den Innenstadt: Dort bleibt das Geschäft demnach erhalten. Es verbleiben insgesamt 113 Standorte, an denen der laufende Geschäftsbetrieb “regulär fortgeführt wird”.
Oliver Pieper, Geschäftsführer, erklärt: „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch notwendig, um das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu schaffen. Unser Fokus liegt darauf, ein wirtschaftlich nachhaltiges Filialnetz zu sichern.“
Die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen erhalten laut Unternehmen Weiterbeschäftigungsangebote für die weiterhin bestehenden Standorte. Ziel sei es, Know-how und Erfahrung im Unternehmen zu halten. Insgesamt seien rund 30 Beschäftigte betroffen. Auch nach den Schließungen betreibe die Parfümerie Pieper weiterhin Filialen in wichtigen Innenstadtlagen und Einkaufszentren. Die Verkaufsfläche reduziere sich um etwa 1.180 Quadratmeter.
Auch aus operativer Sicht bleibt der Fokus unverändert. Sven Pursche, Chief Restructuring Officer (CRO), sagt: „Mit der Anpassung des Filialnetzes schaffen wir eine wirtschaftlich tragfähige Basis für die Zukunft. Parallel arbeiten wir weiterhin mit hoher Priorität an der Optimierung von Prozessen, Kostenstrukturen und der strategischen Ausrichtung.“
Aus rechtlicher Sicht ergänzt Lukas Herbert aus dem Team des Generalbevollmächtigten Philipp Grub: „Solche strukturellen Maßnahmen sind ein üblicher Bestandteil eines Eigenverwaltungsverfahrens. Ziel ist es, das Unternehmen so aufzustellen, dass eine dauerhafte Fortführung möglich ist.“


