Sternschnuppen am Himmel kann man auch im Kreis Mettmann im Maximum der Perseiden vom 12. auf den 13. August sehen. Foto: pixabay
Sternschnuppen am Himmel kann man auch im Kreis Mettmann im Maximum der Perseiden vom 12. auf den 13. August sehen. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 12. auf den 13. August, erreichen die Perseiden ihr Maximum. Der Meteorschauer ist jedes Jahr eines der größten Himmelsspektakel für Astronomie-Fans. Auch im Kreis Mettmann lohnt der Blick gen Himmel.

Jedes Jahr in der ersten Hälfte des August vergießt der Märtyrer Laurentius von Rom seine Tränen – am Himmel sind dann besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Das Himmelsspektakel – der Perseiden-Schauer  – hat sein Maximum in der heutigen Nacht (12. August).

Kleine Steinchen stürzen aus dem Weltall auf die Erde, am Himmel ist das dann als Sternschnuppe zu sehen. Der Blaue Planet kreuzt jährlich im August die Kometenbahn von „Swift-Tuttle“, dessen abgeplatzte Bestandteile dann „niederregnen“. Der Komet selbst umkreist die Sonne alle 133 Jahre.

Die Perseiden sind dabei für Hobby-Astronomen ein großes Highlight am Nachthimmel, noch mehr los ist beispielsweise bei den Quadrantiden oder Geminiden, allerdings kann man sich auf das sommerliche Spektakel um die „Laurentiustränen“ zeitlich verlassen.

Wie viele Sternschnuppen man tatsächlich am Himmel sehen kann, hängt vor allem vom Wetter ab. Das gilt auch für die Perseiden-Pirsch im Kreis Mettmann. Die beste Gelegenheit bietet sich zumindest bezüglich der Mondphase in diesem Jahr. In 2022 überstrahlte der Vollmond (ein „Supermond“) viele der Leuchtspuren, in der Nacht auf Sonntag wird nur eine schwache Sichel des nahenden Neumondes das dunkle Himmelszelt erhellen – grundsätzlich sind die Bedingungen also gut.

Anders sieht es beim Wetter aus. Das Portal „Wetter.de“ geht von durchziehenden Wolken und teilweisen Nebelfeldern aus, vor allem in der zweiten Hälfte der Nacht. Aber: Mit etwas Glück und Geduld kann man eine wolkenfreiere Wetterphase erwischen und nach den Sternschnuppen Ausschau halten.

Die Helligkeit der einzelnen Sternschnuppen hängt von der Größe der Brocken ab, die mit bis zu 50 Kilometer pro Sekunde in die oberen Schichten der Erdatmosphäre rasen. Große Teilchen verglühen hell, teils intensiver als die hellsten Sterne am Nachthimmel. Auch der typische Schweif kann dann ausgeprägt sein.

Wie kann man die Perseiden am Himmel finden?

Der bloße Blick nach oben reicht nicht aus, es kommt auf die Richtung an. Bestenfalls nutzt man eine Sternhimmel-App für das Smartphone, die es mit integriertem Kompass gibt. Dort lässt sich das Sternbild des Perseus – dort nehmen die Perseiden offenbar ihren Ursprung – einfach finden.

Hilfsweise kann man den Polarstern anpeilen und von dort weiter oben gehen, um im Sternbild Kassiopeia (fünf Sterne, die je nach Blickrichtung ein M oder W bilden) anzukommen. Links oder rechts dieses Sternbilds befindet sich das Perseus, wo in der Nacht vom 12. auf den 13. August die meisten Sternschnuppen zu sehen sein sollten. Wer heute keine Zeit hat oder falls das Wetter es nicht zulässt: seit dem 17. Juli und noch bis zum 24. August kann man Sternschnuppen sehen, allerdings nicht so gehäuft wie zum Perseiden-Maximum.

Chancen haben Hobby-Astronomen im Kreis Mettmann vor allem an lichtarmen Orten. In den Städten geht es zwar auch, aufgrund der Lichtverschmutzung sieht man allerdings auch an „normalen“ Tagen deutlich weniger Sterne, mit einem Regen aus Sternschnuppen wird es dann umso schwieriger. Bestenfalls sucht man einen möglichst dunklen Ort auf, etwas ein Feld etwas außerhalb von Wohngebieten. Dort lassen sich die Perseiden mit etwas Glück auch fotografieren: ausgerüstet mit Stativ, Fernauslöser und mit der Einstellung einer langen Belichtungszeit kann man die Perseiden sichtbar machen. Auch hier braucht es jedoch Geduld und einen regelmäßigen „Schuss“ in den Himmel, denn wann die nächste Sternschnuppe auftaucht, kann man nicht vorhersagen.

Um etwa 22.30 Uhr beginnt das ideale Beobachtungsfenster, denn dann ist das Sternbild des Perseus besonders niedrig am Himmel zu erkennen. Später in der Nacht muss der Blick ab dann höher und östlicher gerichtet werden, denn Perseus wandert.

Im Kreis Mettmann bietet sich als Anlaufstelle unter anderem die Sternwarte Neanderhöhe in Erkrath an. Dort kann man die „Sternschnuppennacht“ unter fachkundlicher Anleitung erleben und erhält zahlreiche Informationen. Zwei Veranstaltungen bietet das Planetarium an: ab 18 sowie ab 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet regulär 9,50 Euro oder ermäßigt 7 Euro. Informationen gibt es unter: www.snh.nrw.