In Velbert feierten die Närrinnen und Narren friedlich. Foto: Mathias Kehren

Kreis Mettmann. Die Karnevalssaison hat am Wochenende und am Rosenmontag ihren Höhepunkt erreicht. Am meisten los war laut Polizei in Ratingen – 30.000 Jecken gingen da auf die Straße.


Der Auftakt am Altweiberdonnerstag und auch die Züge am Nelkensamstag verliefen nach Polizeiangaben friedlich. Und auch am Tulpensonntag und am Rosenmontag feierten die Jecken ausgelassen aber ohne nennenswerte Zwischenfälle ihr buntes Fest.

Am Tulpensonntag, 15. Februar, zog einer der größten Kinderkarnevalszüge NRWs in Ratingen, 22.000 Teilnehmer hat die Polizei gezählt. Auch in Haan, Langenfeld und Monheim am Rhein liefen die Züge friedlich.

Das berichtet die Polizei von den einzelnen Zügen: “In Ratingen startet einer der größten Kinderkarnevalszüge von NRW am Sonntag um 14:11 Uhr mit seinem bekannten “RaKiKa Helau”-Ruf durch die Lintorfer Innenstadt. 22.000 Zuschauerinnen und Zuschauer feierten fröhlich und ausgelassen entlang der Zugstrecke mit dem Kinderprinzenpaar Emma I. und Johannes I.

Am frühen Abend kam es im Bereich der Speestraße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Die Einsatzkräfte seien dabei beleidigt worden, heißt es von der Polizei. Daraufhin sei  ein Verfahren eingeleitet und ein Mann in Gewahrsam genommen worden. Bei einer weiteren Streitigkeit erteilten Polizisten außerdem zwei Platzverweise.

In Haan begannen ab 12 Uhr begannen die Feierlichkeiten auf dem Neuen Markt. Bereits ab 12:30 Uhr wurde die Innenstadt entlang der Zugstrecke nach und nach für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Bus des Schienenersatzverkehrs bleibt stecken

Gegen 13:20 Uhr fuhr ein Bus des Schienenersatzverkehrs der Deutschen Bahn entgegen seiner geplanten Fahrtstrecke in die Umleitungsstrecke und blieb in der Straße Am Ideck stecken. Um weitere Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, wurde der Gelenkbus in die Walder Straße gelotst, wo er bis zur Aufhebung der Absperrmaßnahmen warten musste.

Um 14:11 Uhr setzte sich anschließend der Familien-Karnevalszug unter dem Motto “Egal ob Groß ob Klein, Karneval soll für alle sein!” in Bewegung. Der Zug verlief störungsfrei und die anwesenden 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauer feierten friedlich entlang der Strecke.

Gegen 17:30 Uhr kam es zu einem polizeilichen Einsatz an einem Café an der Kaiserstraße, nachdem dort ein stark alkoholisierter Mann randaliert hatte. Als dieser Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen leistete, wurde er in Gewahrsam genommen. Es wurde ein Verfahren gegen den 35-jährigen Haaner eingeleitet.

In Berghausen (Langenfeld) startete ebenfalls ab 14:11 Uhr der “Veedelszoch”, der mit 15 Gruppen an circa 5.000 friedlich feiernden Zuschauerinnen und Zuschauern vorbeizog.

In Reusrath startete dann gegen 18:20 Uhr der bekannte Lichterzug, der in diesem Jahr bereits zum 19. Mal stattfand. Trotz der Kälte verzeichnete die Polizei circa 18.000 Zuschauer, ein großer Teil davon versammelte sich auf der Opladener Straße. “Ein Verkehrsunfall mit einem leicht verletzten Kradfahrer sorgte vor Beginn des Umzuges um 16:30 Uhr zu einer Beeinträchtigung des Anreiseverkehrs, da die Trompeter Straße für die Dauer der Unfallaufnahme kurzfristig gesperrt werden musste”, berichtet die Polizei.

Während des Umzuges kam es für die Polizei zu keinem Einsatz. Dafür mussten nach Abschluss des Zuges Teile der Trompeter Straße und der Opladener Straße für ca. eine Stunde den Autoverkehr gesperrt werden. Die Polizei erteilte außerdem drei Platzverweise.

In Monheim am Rhein startete um 11:11 Uhr der 33. Baumberger “Veedelszoch” unter dem Motto: “In Monnem wolle me friere, in Boomberg escaliere!”. Zum Glück für Polizei und Besucher verlief der Zug aber komplett “ohne Eskalation und somit störungsfrei”. 11.000 Besucher zählte die Polizei.

Um 15:11 Uhr startete dann auch der Monheimer Kinderzug mit geschätzten 6.000 Zuschauern, der aus polizeilicher Sicht ebenfalls ereignislos verlief.

Fünf Züge am Rosenmontag

Bei regnerischer Witterung startete der Velberter Karnevalszug unter dem Motto “Alles außer Rand und Band – Velbert fest in Narrenhand” pünktlich um 14:11 Uhr mit 30 Gruppen. Die gesamte Veranstaltung verlief bis zum Ende des Zuges gegen 15:45 Uhr störungsfrei. Die Polizei schätzt die Anzahl der Besucherinnen und Besucher auf 10.000.

Siehe auch: Karnevalszug Velbert: Narren trotzen dem Schmuddelwetter

Wülfrath: Auch der Rosenmontagszug in der kleinsten Stadt des Kreises trotzte dem Regenwetter und begann pünktlich um 15:11 Uhr. Circa 2.500 Zuschauende feierten friedlich und fröhlich in Rohdenhaus. Siehe auch: Farbenfroher Rosenmontag in Wülfrath

88 Gruppen und über 30.000 Zuschauer in Ratingen

Ganz im Sinne des 750-jährigen Stadtjubiläums feierten am Rosenmontag ab 11:11 Uhr die Närrinnen und Narren unter dem Motto: “Ons Heimat es Ratingia – leev hoch im Jubiläumsjahr” in Ratingen.

88 Gruppen zogen an geschätzt 30.000 Zuschauern vorbei und feierten gemeinsam friedlich und ausgelassen den Höhepunkt des Straßenkarnevals. Anlassbezogene Einsätze verzeichnete die Polizei während des Umzuges nicht.

Hilden: Um 14:11 Uhr startete der Karnevalszug des Carnevals Comitee Hilden vermutlich wetterbedingt zunächst vor deutlich weniger Zuschauerinnen und Zuschauern als in den vergangenen Jahren. Während des weiteren Zugverlaufes durch die Innenstadt erhöhte sich die Zahl der Besucherinnen und Besucher, die von der Polizei insgesamt auf circa 12.000 geschätzt wurden. Unter dem Ruf “Itter Itter Helau!” feierten die Zuschauenden friedlich, so dass es zu keinem polizeilichen Einsatzgeschehen kam.

Monheim am Rhein: Der Monheimer Rosenmontagszug startete überpünktlich um 14:10 Uhr. Geschätzte 30.000 Besucherinnen und Besucher trotzten dem schlechten Wetter und feierten friedlich und fröhlich bis in den Nachmittag.

“Während der Veranstaltung wurde ein 8-Jähriger in Obhut genommen, der kurzfristig den Anschluss an seine Familie verloren hatte. Das Ordnungsamt übergab den Jungen an seinen Onkel”, meldet die Polizei.

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