Das Velberter Stadion, die IMS-Arena, ist Heimat der SSVg Velbert. Foto: Mathias Kehren
Das Velberter Stadion, die IMS-Arena, ist Heimat der SSVg Velbert. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Einmal mehr zeigt sich im Fußball, weshalb man die Hoffnung nicht zu früh aufgeben sollte. Nach einem erneuten Sieg kommt die SSVg Velbert den Nicht-Abstiegsplätze nah. 


Nach der verpatzten Hinrunde der Regionalliga West haben an einen Klassenerhalt der SSVg Velbert vermutlich nur noch die eingefleischten Fans gedacht. Nach den ersten Partien der zweiten Saisonhälfte und einigen Punkterfolgen scheint das Wunder von Velbert plötzlich greifbar zu werden. Die deutliche 0:4-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen am 22. Spieltag haben die Löwen offensichtlich gut weggesteckt – und sich nicht beirren lassen.

Gegen Gütersloh sicherte die SSVg Velbert sich am vergangenen Spieltag den nächsten Dreier: nicht unverdient, aber glücklich. Nach einer Flanke prallte das Leder an den Arm des Güterslohers Fynn Arkenberg. Den Strafstoß verwandelte Max Machtemes sicher. Die Führung aus der 31. Spielminute brachten die Blauen letztlich erfolgreich über die Zeit. Velbert bewies Kampfgeist, zumal das Team ab der 60. Minute mit einem Mann weniger auskommen musste, nachdem Wiese mit einer gelb-roten Karten vom Platz gestellt wurde. Mehrere Großchance der Gütersloher konnte die SSVg zudem verhindern – und nahm die knappe 1:0-Führung mit in die Schlüsselstadt.

Es ist vor allem die Leistung nach der Winterpause, mit der Velbert überrascht: in der reinen Rückrundentabelle steht das Team mit neun ergatterten Punkten auf dem vierten Platz. Weil Rödinghausen gegen Oberhausen nur ein Remis gelang und Bochum II gegen Schalkes Zweitvertretung verlor, rücken die Velberter auf lediglich zwei Punkte an einen Nicht-Abstiegsplatz heran. Der fünfzehnte Tabellenrang ist inzwischen zu einem deutlich sichereren Pflaster geworden, weil Alemannia Aachen sich in der 3. Liga berappelt und einen guten Abstand zum Tabellenkeller hergestellt hat. Steigt kein NRW-Team an der dritthöchsten Spielklasse ab, bleibt es bei drei Absteigern aus der Regionalliga West. Der SSVg Velbert würde – stand jetzt – der Sprung auf den nächsthöheren Tabellenplatz reichen, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Spannend dürfte es am Freitag für die Blauen werden, die ab 19:30 Uhr vor heimischen Fans Fortuna Düsseldorf II empfangen. Die Zweitvertretung aus der Landeshauptstadt ist mit 21 Zählern auf dem Konto und Tabellenplatz 13 nur unwesentlich erfolgreicher gewesen in der bisherigen Saison. Gleichzeitig trifft Rödinghausen auf die spielstarken Gütersloher, Bochum II muss gegen 1. FC Köln II ran.

Und: das abgesagte Kellerduell zwischen Velbert und Bochum vom 20. Spieltag wird am 4. März nachgeholt. Hier können die Löwen weitere enorm wichtige Punkte sammeln.