
Hilden. Am Samstag, 1. August, beginnt für den VfB 03 Hilden ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte: der Start in die Saison der Regionalliga West. Zum Auftakt wartet ein echter Kracher auf das Team.
Nach dem spannenden Schlussspurt in der zurückliegenden Oberliga-Spielzeit, die der VfB Hilden letztlich mit dem Aufstieg krönen konnte, geht es nun nicht minder aufregend weiter: Den Auftakt feiern die Hildener am ersten Spieltag der Regionalliga West gegen „die Schwatten“ – den 1. FC Bocholt. Der Club aus dem Münsterland hegt Ambitionen. Dreizehn Neuzugänge stehen zu Buche, jüngst hatten die Bocholter mit Elano Yegen einen jungen Innenverteidiger aus den Emiraten an den Hünting geholt, um die Defensive zu verstärken. Die vergangene Spielzeit in der Regionalliga schlossen die Schwatten unter den Erwartungen ab. Mehr als Platz im Tabellenmittelfeld sprang nicht heraus.
Der VfB Hilden trifft mit dem 1. FC zum Start auf einen erfahrenen Verein, der zwischenzeitlich vom aktuellen Coach des MSV Duisburg, Dietmar Hirsch, trainiert worden ist. Am 1. August ab 16 Uhr rollt der Ball, dann auf der Bezirkssportanlage am Bandsbusch. Dort trägt der VfB in der Regionalliga alle seine Heimspiele aus. „In den vergangenen Wochen wurde das Stadion umfangreich auf die Anforderungen der neuen Liga vorbereitet“, teilt der Club mit. Unter anderem sollen der neu geschaffene Löwengang, zusätzliche Wellenbrecher und weitere Anpassungen für einen sicheren und reibungslosen Ablauf an den Spieltagen sorgen.
Auch für die Zuschauer gibt es Neuerungen: Erstmals öffnet am Bandsbusch ein Shop, in dem Fanartikel erhältlich sind und auch Dauerkarten erworben werden können. Letztere kosten für einen Stehplatz 103 Euro oder 203 Euro für einen Sitzplatz. Bei der Stehplatz-Dauerkarte entspricht das einem Preis von rund sechs Euro pro Spiel. Dauerkarteninhaber leisteten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Vereins in der neuen Liga, so der VfB Hilden. Eine Aktion gibt es als Bonbon: „Als besonderes Zeichen der Verbundenheit erhält jeder Käufer außerdem einen Platz auf der neuen Pioniermauer, die die Unterstützung der Fans dokumentieren und diesen besonderen Schritt in die Regionalliga dauerhaft sichtbar machen soll“, so der VfB Hilden. Einzeltickets sind ab elf Euro an der Tageskasse sowie im Vorverkauf über die Vereinshomepage erhältlich.
Sportlich beginnt für den VfB eine neue Ära. Mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Bocholt startet der amtierende Oberliga-Meister erstmals überhaupt in der Regionalliga West. Die Vorfreude ist wenige Tage vor dem Start groß.
Das Auftaktduell ist zudem eine Premiere. Obwohl sich beide Mannschaften bereits seit vielen Jahren kennen, treffen der VfB Hilden und der 1. FC Bocholt erstmals überhaupt in der Regionalliga aufeinander. Die gemeinsame Geschichte reicht bis ins Jahr 2006 zurück, als sich beide Vereine im Niederrheinpokal gegenüberstanden – mit dem besseren Aufgang für Hilden. Damals setzte sich der VfB mit 2:0 durch. Bis 2022 folgten insgesamt 16 Begegnungen. Achtmal behielt Bocholt die Oberhand, viermal gewann der VfB und vier Partien endeten unentschieden. Das bislang letzte Aufeinandertreffen endete 2022 mit einem 1:1.
Seine Hausaufgaben hat der VfB Hilden jedenfalls gemacht, den Kader punktuell verstärkt. Jüngst gaben die Hildener die Leihe von Venhar Ismailji bekannt. Ausgerechnet vom 1. FC Bocholt kommt der zentrale Mittelfeldspieler an den Bandsbusch. Von der direkten Konkurrenz aus der Vorsaison, Ratingen 04/19, kommen der Linksaußen Georgios Touloupis sowie der Mittelfeldspieler Armin Deljkovic. Insgesamt hat das Team seinen Kader vor allem mit Spieler, die zuvor Oberliga-Erfahrung gesammelt haben, verjüngt. Das Durchschnittsalter des VfB-Kaders liegt bei 25,5 Jahren.
„Die Vorfreude rund um den Bandsbusch ist spürbar“, so der VfB. Nach Wochen der Vorbereitung möchte der Club gemeinsam mit seinen Fans den Auftakt in die Regionalliga
West feiern und hofft auf „eine stimmungsvolle Kulisse zum ersten Heimspiel der Vereinsgeschichte in der neuen Spielklasse“.
Aus der Nachbarschaft dürfte so manch andere Mannschaft nach Hilden blicken. Der VfB tritt letztlich nicht nur für die eigene Stadt an, sondern repräsentiert den Kreis Mettmann in der vierhöchsten Spielklasse im Fußball. Das Team tritt damit in die Fußstapfen der SSVg Velbert, die den Klassenerhalt in der Regionalliga West trotz zum Schluss teils guter Leistungen und einer Hilfestellung von Fortuna Düsseldorf letztlich nicht geschafft hat.

