Die Einsatzstelle an der Regiobahnstrecke in Alt-Erkrath. Foto: FW Erkrath
Ein Zug der Regiobahn stand in Flammen. Foto: FW Erkrath

Erkrath. Der Brand eines Zuges der Linie S28 fordert die Einsatzkräfte der Erkrather Feuerwehr. Die hohen Temperaturen am heutigen Dienstag sorgen für eine zusätzliche Belastung.

Die Löscharbeiten infolge des Brandes eines Zuges der Linie S28 der Regiobahn stellen angesichts der hohen Temperaturen von rund 24 Grad eine hohe Belastung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr dar, die vor Ort in Schutzkleidung agieren, teils unter Atemschutz. Laut Feuerwehr sei der Einsatz eine „schwere und schweißtreibende Arbeit“. Ein Feuerwehrmann musste aufgrund eines Schwächeanfalls in ein Krankenhaus gebracht werden, wie die Wehr mitteilt. Zudem wurden 17 Fahrgäste und zwei Personen des Zugpersonals von Rettungskräften untersucht. Eine Person sei leicht verletzt in eine Klinik gebracht worden, hieß es.

Die Erkrather Feuerwehr ist seit den Mittagsstunden im Einsatz. Zunächst erreichte zunächst die Brandschützer gegen 11.25 Uhr eine Meldung über ein „Kleinfeuer“ an der Metzkausener Straße im Stadtteil Alt-Erkrath. Per Notruf hatte jemand eine Rauchentwicklung gemeldet. Für die Feuerwehr sollte der Einsatz allerdings deutlich umfangreicher werden: In schneller Folge erreichten die Kreisleitstelle mehrere Notrufe, die ebenfalls für die Mettmanner Straße eine Rauchentwicklung schilderten. Der Führungsdienst der Feuerwehr Erkrath bestätigte die Meldung.

„Da die Rauchentwicklung im Bereich der Böschung und des Waldbewuchses an der Regiobahnstrecke der S28 Düsseldorf-Mettmann aus dem Neandertal sichtbar war, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe zunächst auf Waldbrand, dieses zieht die Alarmierung aller drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath nach sich“, berichtet die Wehr. „Nachdem er die 250 Meter über ein Feld bis hoch zur Regiobahntrasse zurückgelegt hatte, konnte er den Brand eines Triebwagens im Dieselmotorbereich der S28, welche in Richtung Mettmann unterwegs war, feststellen.“

Das Zugpersonal hatte mit der Evakuierung des Zuges begonnen. Rettungskräfte rückten aus. Die Feuerwehr begann, die Löschwasserversorgung sicherzustellen, verlegte Schläuche über hunderte Metern. Zur Unterstützung bei der Wasserversorgung wurden aus dem Kreiskonzept zur Löschwasserversorgung ein Löschwasserförderzug mit mehreren Tanklöschfahrzeugen und Schlauchwagen überörtlich von kreisangehörigen Feuerwehren angefordert. Zusätzlich wurden zur Unterstützung der Einsatzkräfte weitere zwei Löschzüge überörtlich von kreisangehörigen Feuerwehren angefordert.

„Die Brandbekämpfung war größtenteils nur im Außenangriff möglich, da der Boden des Triebwagens mit dem ersten Passagierwagen vollständig durchgebrannt und auch das Dach in diesem Bereich des Zuges schon eingestürzt war“, so die Feuerwehr zur Lage. Über die Warn-App „NINA“ sandte die Leitstelle eine Meldung über eine Geruchsbelästigung durch das Feuer aus.

Die Regiobahn war mit dem Notfallmanager sowie weiterem umfangreichem Personal vor Ort und unterstützte die Einsatzleitung unter anderem auch mit der Zurverfügungstellung von technischen Informationen zum Zug. Um 17.30 Uhr war der Einsatz noch in vollem Gange. „Zurzeit müssen mit dem Umweltamt des Kreises Mettmann sowie der Regiobahn und der Feuerwehr noch Maßnahmen zum Abtransport des Zuges abgestimmt werden“, hieß es. Es kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, insbesondere im einsetzenden Berufsverkehr.