Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Volkmann/Symbolbild
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Volkmann/Symbolbild

Haan. Die nach dem Säureangriff auf den früheren Innogy-Manager Bernhard Günther bei der Düsseldorfer Polizei eingerichtete „MK Säure“ ermittelt weiter in dem Fall. Wie die Behörde nun mitteilen, ist ein 36-Jähriger in Dortmund unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden.

Die Tat liegt bereits über fünf Jahre zurück: Am 4. März 2018 wurde der damals 51-jährige Spitzenmanager in Haan angegriffen und mit Säure übergossen. Inzwischen hat der Bundesgerichtshof eine Haftstrafe von zwölf Jahren Haft wegen schwerer Körperverletzung gegen einen heute 43 Jahre alten Mann aus Belgien bestätigt. Der Täter war zuvor nach intensiven Ermittlungen und nach Ausstellung eines internationalen Haftbefehls in Belgien geschnappt worden.

Die Ermittlungen in dem Fall liefen jedoch weiter. Ein weiterer Tatverdächtiger war bereits im Jahr 2019 in Köln festgenommen worden. „Allerdings konnte der dringende Tatverdacht damals nicht erhärtet werden“, so die Behörde. Nun melden die zuständige Staatsanwaltschaft Wuppertal und das Polizeipräsidium Düsseldorf erneut die Vollstreckung eines Haftbefehls gegen den Mann.

„Aufgrund der aktuellen Beweislage sei gegen den 36-Jährigen erneut ein Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung erwirkt werden“, hieß es. Am Dienstagabend nahmen Kriminalbeamte den Serben in Dortmund fest – „widerstandslos“, wie Polizei und Staatsanwaltschaft informieren.

Zuvor durchgeführte Ermittlungen im Nachgang zur Hauptverhandlung des bereits verurteilten Täters hätten zu dem dringenden Tatverdacht geführt. Die weiteren Ermittlungen, darunter die Auswertung sichergestellter Beweismittel, dauern an.

Weitere Informationen wollen die Behörde derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.