Foss Doll spielte zuletzt unter anderem bei der Eröffnung des Forum Velbert. Foto: Volkmann
Foss Doll spielte zuletzt unter anderem bei der Eröffnung des Forum Velbert. Foto: Volkmann

Velbert. Mit „Get it on“ hat die Velberter Band Foss Doll im Sommer ihr neues Album veröffentlicht. Die Platte ist inzwischen international erfolgreich. Die Cousins Matthias und Thomas Bartylla stecken hinter dem Projekt – sie stammen aus einer Musikerfamilie und leben Jazz, Pop und das Business. 

Foss Doll ist in der Region vielen ein Begriff, die ihre Freizeit auf Festivals und Musikveranstaltungen verbringen. Die Musik der Band des Bartylla-Duos steht für einen Mix aus Piano-Sound, Funk und Saxophon-Klängen. Mit ihrem neuesten Album „Get it on“ haben die beiden Musiker genau das eingefangen: eine Tour durch viele Genres von Disco über Lounge-Musik bis hin zum Jazz. Der CD liegt diesmal ein Booklet bei, das die Geschichte von Foss Doll und das Leben von Matthias und Thomas Bartylla beleuchtet.

Die Cousins stammen aus einer Familie, in der Musik schon immer eine zentrale Rolle spielte. Ur-Urgroßvater Martin Bartylla war Orchesterleiter und Instrumentalpädagoge, Großvater Josef ein Multi-Instrumentalist. Die Väter Reinhold und Andreas spielten
populäre Sakralmusik in der Kirchengemeinde und Tanzmusik und leiteten Big-Bands und Orchester. „Sie prägten uns und begleiteten unsere ersten Schritte am Instrument“, schreiben die Bartyllas. Ihre Leidenschaft für Sound wurde ihnen offensichtlich in die Wiege gelegt – bis heute. Beide haben ihr Hobby zum Beruf gemacht, mischen nun den Hang zu Klängen mit dem Musikbusiness dahinter.

Die Corona-Pandemie stellte dann alles  auf den Kopf. Foss Doll und die Bartyllas haben sich nicht stoppen lassen. Das jüngste Album aus dem Frühjahr belegt: ihre Idee funktioniert.

Die Resonanz auf das Album sei hervorragend und überwältigend, so Thomas Bartylla. „Die Songs haben bereits den Weg in zahlreiche Radiosender weltweit gefunden, darunter die USA, Portugal, Schottland, England, Spanien, Australien und selbstverständlich auch Deutschland“. Rund 1.000 Exemplare hätten sich Mitte September im Umlauf befunden, berichtet der Musiker.

Ein weiteres kleines Highlight für Foss Doll: ein Interview mit „Jazziz“, einem renommierten Jazz-Magazin. Die positive Resonanz zog Aufmerksamkeit nach sich, die wiederum den Erfolg. Nicht nur die Tonträger verkaufen sich, auch als digitale Ware läuft „Get it on“: „Allein beim Streamingdienst Spotify hat das neue Album bereits über 100.000 Abrufe“, freut sich Thomas Bartylla. Während sein Cousin Matthias ins Saxophon bläst, hämmert er die Tasten von Piano und Keyboard.

Das Geschäft läuft. Aktuell arbeitet Foss Doll an der Gestaltung der Weihnachtsfeiern und Neujahrsempfänge. „Weitere Veröffentlichungen mit eigener Musik und Gastmusikern befinden sich ebenfalls in Planung und Verhandlung“. Das Duo hungert nach der Corona-Ruhe nach Live-Musik, denn die digitalen Formate hätte das nicht ersetzen können, so die Musiker. Die Freude über die Rückkehr auf die Bühne sieht man ihnen an.

Das Album „Get It On“ ist indes auch im Internet verfügbar – auf allen gängigen Streaming-Plattformen und in Online-Shops.