Die Stadtwerke Velbert informieren. Foto: Mathias Kehren
Die Stadtwerke Velbert informieren. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Die Stadtwerke Velbert übernehmen zum 1. Januar des kommenden Jahres das Wassernetz in Langenberg von der Gelsenwasser AG. Das teilt der Velberter Versorger mit. Die Langenberger Kunden solle ein entsprechendes Informationsschreiben erhalten.

Ab 2024 werden die Stadtwerke Velbert das etwa 78 Kilometer lange Wassernetz im Langenberger Stadtgebiet verantworten – das umfasst ungefähr 3.300 Kundenanschlüsse. Das Wasser kommt dabei weiterhin aus dem Wasserwerk in Essen. Gemeinsam mit den Essener Stadtwerken ist Gelsenwasser hälftig Eigentümerin der Wassergewinnung Essen GmbH, die mit den Werken in den Essener Stadtteilen Überruhr und Horst etwa eine Million Menschen mit Trinkwasser versorgt.

„Wir freuen uns, als lokaler Wasser- und Energieversorger nun auch in Sachen Wasser in Langenberg aktiv zu sein“, so Kai-Uwe Dettmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert. Die neugewonnenen Kunden sollen vorab schriftlich durch die Stadtwerke informiert werden und dann auch alle wesentlichen Unterlagen zu ihrem neuen Versorgungsverhältnis mit den Stadtwerken Velbert erhalten.

„Die Abrechnung für das Jahr 2023 erfolgt noch über die Gelsenwasser AG“, informiert der Velberter Versorger.

Dem Wechsel vorangegangen war die Ausschreibung der Wasserkonzession Velbert-Langenberg durch die Stadt Velbert im Jahr 2021. Nach zweijähriger Projektbearbeitung findet Ende dieses Jahres der endgültige Wechsel des Netzes statt. „Wir wollen künftig vor allem unsere Erfahrungen und Kompetenzen in Netzinfrastrukturen einbringen und fachlich kooperieren – zum Beispiel erbringen wir technische Leistungen für das Rohrnetz und allgemeine kaufmännische Dienstleistungen zu vereinbarten Konditionen“, stellt Gelsenwasser-Vorstand Dirk Waider Teile des Dienstleistungsvertrages vor.

Die getroffenen vertraglichen Regelungen basieren auf einem Kooperationsmodel mit dem börsennotierten Unternehmen mit Sitz in Gelsenkirchen. In diesem Zusammenhang werde die Gelsenwasser AG mit 15 Prozent Anteilen Minderheitsgesellschafter der Stadtwerke Velbert, hieß es. Im Geschäftsbericht der Aktiengesellschaft fand sich hierzu bereits ein Hinweis: Dort ist zu lesen, es sei der Anteilserwerb an der Stadtwerke Velbert
GmbH beraten worden.

„Mit dem neuen Konzessionsgebiet erweitern wir unseren Wirkungskreis und profitieren mit der vertraglichen Abmachung zusätzlich durch die weiter andauernde Zusammenarbeit bezüglich technischer und kaufmännischer Dienstleistungen seitens der Gelsenwasser AG für die Stadtwerke“, begrüßt Dettmann die Einigung mit dem Infrastrukturunternehmen Gelsenwasser AG.

Die Stadt Velbert, vertreten durch Bürgermeister Dirk Lukrafka, begrüßt die neue Struktur ebenfalls: „Gerade in Zeiten, in denen die Versorgungssicherheit eine hohe Bedeutung hat, sind strategische Allianzen wie diese sehr begrüßenswert. Denn auch mit Blick auf die notwendige Energiewende gilt es alles daran zu setzen, die Versorgung von Velbert zukunftssicher aufzustellen.“