Wülfrath. Der lokale Fußball hat seine erste Sensation: Im August trifft der 1. FC Wülfrath in der ersten Runde des Niederrheinpokals auf den Drittligisten MSV Duisburg.
Der Niederrheinpokal kann für Mannschaften unterer Ligen ein Sprungbrett auf die große Fußballbühne sein. Erst in der vergangenen Saison hat der SC St. Tönis als Oberligist sich durch den Finaleinzug als Gegner der “Zebras” aus Duisburg für den DFB-Pokal qualifiziert und trifft dort nun auf Eintracht Frankfurt.
In der kommenden Saison steht nun der 1. FC Wülfrath direkt in der Auftaktrunde vor einer großen Herausforderung: die Auslosung hat den MSV Duisburg als Gegner ermittelt. Als niedrigklassiger Bezirksligist haben die Wülfrath in dem Spiel das Heimrecht. Laut Rahmenterminkalender ist die erste Pokalrunde für den 9. August terminiert; Spiele mit Beteiligung von Viert- und Drittligisten sollen allerdings vom 25. bis 27. August stattfinden.
Leicht wird die Aufgabe für den 1. FC Wülfrath nicht. Duisburg hat sich für die kommende Spielzeit vor allem offensiv deutlich verstärkt: Als Spielmacher kam Max Besuschkow aus Ingolstadt an die Wedau. Die Leihe von Dominik Kother wurde in einen Festvertrag umgemünzt. Hinzu kommen Ramien Safi (vormals RW Essen) und Peter Remmert von Schalke 04. Ein Königstransfer gelang den Zebras zudem für die Defensive. Mit Frederik Christensen ist ein Linksverteidiger im Kader, der selbstbewusst über den Aufstiegswunsch spricht. Mit den Transfers unterstreicht das Gründungsmitglieder der Bundesliga (Platz 17 der Ewigen Tabelle der Bundesliga) die Ambitionen für den Sprung in die 2. Bundesliga. Nur knapp hatte der MSV Duisburg in der Drittligasaison die Relegation verpasst, beendet die Spielzeit auf dem vierten Platz.
Im Lhoist-Sportpark in der Kalkstadt könnte es Ende August voll werden. Der Weg aus Duisburg nach Wülfrath ist nicht weit. Die Zebras sind zudem dafür bekannt, auch in den Pokalspielen gegen unterklassige Gegner mit einer großen Fangemeinde anzureisen. In der vergangenen Drittligasaison verfolgten durchschnittlich rund 2.000 Fans die Partien in den Gästebereichen. In das nahegelegene Aachen fuhren gar 6.000 Fans mit. Zudem ist das Interesse seitens der MSV-Anhänger groß. Mehr als 8.500 Dauerkarten hat der Club inzwischen verkauft.
Für Wülfrath ist die Partie nach dem jüngsten Abstieg in die Bezirksliga ein sportliches Highlight zum Saisonauftakt. Die Siegchancen sind gering, ein rauschendes Fußballfest könnte allerdings positive Akzente setzen und für reichlich Motivation sorgen.


