
Velbert. Das Osterfeuer auf dem Marienberg hat Tradition. Auch dieses Jahr sind rund 300 Menschen dabei gewesen.
Der Weg hinauf zur Spitze des Marienbergs ist kurz, aber mühsam. Wer den Aufstieg allerdings wagt, wird belohnt. Sechs Osterfeuer hat die Stadt Velbert für das Osterfest 2026 im Stadtgebiet genehmigt, zwei weniger als vergangenes Jahr. Das Event der Engagierten des DPSG Stamm Hardenberg-Neviges gilt als besonders erfolgreiches Lockmittel – und so versammelten sich die Besucher auch bei der durchwachsenen Wetterlage zahlreich auf dem Areal an der Kapelle am höchsten Punkt des Wallfahrtsweges.
Die Pfadfinder der Gemeinde hatten auch dieses Jahr einiges vorbereitet, um den Besuch des Osterfeuers zu einem kleinen Spektakel vor allem für Familien zu machen: Stockbrot backen, Getränke gegen eine Spende, Bratwurst für drei Euro und einige Ständchen durch den Nevigeser Posaunenchor gab es als Begleitprogramm. Das Highlight war selbstverständlich auch diesmal das große Osterfeuer.
Der Ort hoch oben über dem Dom hat einen besonderen Charme: So schön wie auf dem Marienberg lodern die Flammen nirgendwo in Velbert. Ein Geheimtipp ist das Spektakel längst nicht mehr – rund 300 Menschen waren dabei als es um kurz vor 19 Uhr mit der Feuersegnung losging. Wenige Minuten später knackte, knisterte und qualmte es, dann führten die Flammen, angepeitscht durch den Wind, auch schon ihre Tänze auf.
Seit über drei Jahrzehnten gibt es das ebenso traditionelle wie urtümliche Spektakel in Neviges. Der Platz rund um die Baumpyramide ist zu einem beliebten Treffpunkt am Ostersonntag geworden. Der alte Brauch mit heidnischen Wurzeln und christlicher Symbolik ist längst zu einer Art Familienfest geworden: Nicht steif, sondern unterhaltsam; sicher, aber mit Raum zum Spielen. Und so ist es kein Wunder, dass auch bei durch das Mitwirken von Kirchengemeinden organisierte Osterfeuer längst nicht mehr nur eine Botschaft im Mittelpunkt steht, sondern die gemeinsame Feier.

