Haan. Nach einem Fall von Vandalismus in einer Gesamtschule und einer Brandstiftung in der Grundschule Bollenberg ist den Behörden nun ein Ermittlungserfolg gelungen. Laut Staatsanwaltschaft und Kreispolizeibehörde stehen zwei Teenager unter Verdacht.
Ende Dezember hatten Unbekannte in der Gesamtschule an der Walder Straße derart gewütet, dass es zu einem massiven Wasserschaden im Inneren des Schulgebäudes gekommen ist. Zahlreiche Räume, die Sanitäranlagen und das Schülercafé wurden nach Polizeiangaben verwüstet. Rund eine Woche später, am 4. Januar, kam es zu einem Vorfall in der Grundschule an der Robert-Koch-Straße. In der Nacht haben Unbekannte dort nach bisherigen Ermittlungen der Polizei ein Feuer gelegt. Auch hier ist der Schaden groß: Ein Büro brannte aus, zwei angrenzende Räume wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Die Polizei hatte im Anschluss an die Feuerwehrmaßnahmen ihre Ermittlungen aufgenommen – offensichtlich mit Erfolg, wie nun bekannt wird. “Im Zuge der Ermittlungen verdichteten sich nach der Auswertung von Spuren an den Tatorten die Hinweise auf zwei Tatverdächtige”, teilen die Ermittlungsbehörden mit. Demnach handelt es sich bei den Verdächtigen laut Staatsanwaltschaft Wuppertal und der Kreispolizeibehörde Mettmann um zwei Teenager im Alter von 17 und 19 Jahren.
Am frühen Dienstagmorgen, 27. Januar, vollstreckten Polizeibeamte entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse stellten Beweismittel sicher. “Die genauen Tatbeteiligungen oder mutmaßlichen Beweggründe der beiden Verdächtigen sind noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen, ebenso dauert die Auswertung der sichergestellten Beweismittel noch an”, so die Behörde. Gegen die beiden Verdächtigen seien entsprechende Verfahren eingeleitet worden. Landrätin Bettina Warnecke, Leiterin der Kreispolizeibehörde Mettmann, kommentiert: “Die Einbrüche in die beiden Schulen haben viele Menschen in Haan bewegt – und insbesondere Eltern, Schülerinnen und Schüler verunsichert. Umso glücklicher bin ich, dass unserer Polizei nun ein wesentlicher Fortschritt bei den Ermittlungen gelungen ist. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die hierzu beigetragen haben.”
Zur weiteren Klärung der Taten bitten die Strafverfolgungsbehörden nach wie vor um Hinweise von Zeuginnen oder Zeugen oder möglichen Mitwissenden. Hierzu verweist die Polizei auch noch einmal auf die von der Stadt Haan ausgelobte Belohnung in Höhe von 2.000 Euro. Hinweise nimmt die Polizei in Haan unter der Rufnummer 02129 9328-6480 jederzeit entgegen.
Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert von der Staatsanwaltschaft Wuppertal ergänzt: “Auch wenn die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, so ist die Identifizierung von zwei Tatverdächtigen ein wichtiger Teilerfolg und ein Signal an die Menschen in Haan, dass solche schwerwiegenden Straftaten an sensiblen Orten mit aller Konsequenz verfolgt werden.”


