Früher war hier mal der Kaufpark. Seit geraumer Zeit tut sich nichts. Das will die Stadt jetzt ändern, durch einen neuen Bebauungsplan könnte ein „großflächiger Einzelhandelsbetrieb“ erlaubt werden. Fotos: Kling

Wülfrath. In der Ellenbeek soll es wieder Einkaufsmöglichkeiten geben. Die Stadt will das „Nahversorgungszentrum reaktivieren“.

Früher gab es mal einen Aldi und einen Kaufpark mit Getränkemarkt, sogar eine Sparkasse am sogenannten Roten Platz. Alle sind verschwunden. Das gilt auch für den Fliesenmarkt neben den Stadtwerken, eine großflächige Immobilie.

Die Planer der Stadt wollen jetzt die Voraussetzungen für ein neues Nahversorgungszentrum schaffen, das sowohl den heutigen Ansprüchen der Kundschaft also auch der möglichen Betreiber entspreche.

Gleichzeitig möchte die Stadt aber negative Auswirkungen für den „Versorgungsbereich Innenstadt“ vermeiden.

Für das Gebiet soll ein neuer Bebauungsplan beschlossen werden, der all das regelt. Ziel des Planes ist es, wieder eine „wohnungsnahe Grundversorgung“ zu schaffen. Die gibt es nämlich längst nicht mehr.

Durch die Bestimmungen des neuen Bebauungsplanes soll ein „großflächiger Einzelhandelsbetrieb mit einer maximalen Verkaufsfläche von 1.650 Quadratmetern ermöglicht werden“, erklärt Alexander Grothues vom städtischen Planungsamt. Außerdem könnte es eine Bäckerei und/oder Café mit einer Verkaufsfläche von bis zu 50 Quadratmetern geben.

Die Planungen wurden „von der Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen, da die Ellenbeek seit einigen Jahren als unterversorgt gilt“, erläutert Grothues. Wichtig sei allerdings, dass die Stadt ihrer Pflicht nachkomme und die Verträglichkeit gegenüber allen weiteren Versorgungsstandorten –  insbesondere der Innenstadt – gewährleiste. Dazu hat die Stadt eine sogenannte Auswirkungsanalyse in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse bindend seien.

Die Stadt Wülfrath sammelt derzeit weitere Anregungen, Kritik und Hinweise, um sie in das Planvorhaben abwägend mit einzubeziehen. Über das Beteiligungsportal unter https://www.o-sp.de/wuelfrath/plan?76026 können sich alle über die Hintergründe informieren und der Stadt auch direkt ihre Anregungen oder Kritik über das Online-Formular mitteilen.

Die Unterlagen liegen außerdem bis zum 9. April zur Einsicht im Planungsamt aus. Um Terminabsprache wird gebeten, per E-Mail an [email protected] oder Tel. 02058 18-271.

Auch die Immobilie des früheren Fliesenmarktes gehört zu dem Areal, um das es geht.
Lee4r seit langer Zeit: Hier war mal ein viel genutzter Getränkemarkt.